Ein Blick hinter die Kulissen des Gedächtnisses der Gesellschaft
Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen haben heute Pattens Bürgermeisterin Ramona Schumann und die hiesige SP-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann bekommen. Sie besuchten das Pattenser Magazin des Niedersächsischen Landesarchivs.. Der Besuch passt hervorragend zum Tag der Archive am kommenden Sonnabend und Sonntag. Im Magazin Pattensen werden am Sonntag um 11, 12.30 und 14 Uhr Führungen angeboten.
Die Landtagsabgeordnete und die Bürgermeisterin zeigten sich sehr beeindruckt von der Arbeit im Landesarchiv und dem Umfang der archivierten Dokumente. Allein im Magazin Pattensen werden etwa 40 Regalkilometer an Dokumenten aufbewahrt. Jedes einzelne davon ist ein Unikat. "Die Kriege und das Leinhochwasser von 1946 haben viele wertvolle Dokumente zerstört oder stark beschädigt. Wir arbeiten mit modernsten Methoden daran, die beschädigten Dokumente zu restaurieren", sagte die Standortleiterin Sabine Graf. Zudem werden etliche Dokumente Seite für Seite mittels einer eigens dafür entwickelten Maschine entsäuert und anschließend per Hand gebügelt und wieder zusammengefügt. "Das kostet sehr viel Zeit und Geld. Aber nur so können wir die Dokumente für weitere 100 Jahre erhalten", sagte Sabine Graf.
Höhepunkt des Besuchs war ein exklusiver Blick auf den "Act of Settlement" au dem Jahr 1706. Auf diesem Dokument ist die Thronfolge des britischen Königshauses festgelegt.
Die SPD-Landtagsabgeordnete sagte dem Landesarchiv ihre Unterstützung zu: "Es ist beeindruckend, was hier geleistet wird. Die technische Aufarbeitung erfordert einen hohen Aufwand bei größter Sorgfalt und Professionalität. Das Archiv in Pattensen ist eine herausragende Landeseinrichtung in der Region." Im Zuge des Besuchs schlug Bürgermeisterin Ramona Schumann vor, das Archiv vor allem Schülern näher zu bringen. "Ich könnte mir gut eine Kooperation mit der Ernst-Reuter-Schule vorstellen. Das Archiv stellt das Gedächtnis der Gesellschaft für die vergangenen 1200 Jahre dar. Da gibt es viele Ansatzpunkte, Schülern die Geschichte der Region näher zu bringen. So würde die Identität mit der eigenen Region gestärkt werden", sagte Schumann.
