Fußball-Kreisliga: Die Vorschau auf den 8. Spieltag
Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld II ist in Wennigsen gefordert
Foto:Reinhard Kroll
Vorsicht ist geboten: Wenn Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld II Sonntag zum TSV Wennigsen fährt, wird er allerhöchste Aufmerksamkeit benötigen, wenn auch das achte Saisonspiel in Folge mit drei Punkten belohnt werden soll. Der Grund: Die TSVer holten Mittwoch beim Tabellendritten TSV Pattensen II unverhofft, aber verdient mit dem 1:1 einen Punkt. „Wir treffen auf einen starken Gegner, und wir wissen, was dort auf uns zukommt“, unterstreicht SC-Trainer Benny Weisschuh die Schwere der Aufgabe. Zumal die Gäste personell nicht in Bestbesetzung auflaufen können, vor allem im Defensivbereich gibt es aktuell einige Ausfälle. „Wir möchten weiter oben mitspielen, deshalb wollen wir in Wennigsen die drei Punkte holen – werden den Gegner aber keinesfalls unterschätzen, wir haben nämlich ein dickes Brett zu bohren.“
Eine weniger heikle Aufgabe steht dem Tabellenzweiten SV Germania Grasdorf bevor, er tritt Sonntag beim Tabellenschlusslicht SG Kirchwehren/Lathwehren an, und alles andere als ein Sieg für den Favoriten müsste bei allem Respekt vor jedem Gegner als ganz dicke Überraschung bezeichnet werden, oder? „Dass der Gegner Tabellenletzter ist, will nichts heißen“, sagt Rene Türk, Trainer der Germania. Der habe es erst vergangenen Sontag dem Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld II sehr schwer gemacht, nur 1:3 verloren – und das in Hemmingen. „Bei der heimischen Atmosphäre des Gegners müssen wir mit viel Respekt und Konzentration auftreten, streben aber den Sieg an.“ Und was ist mit Marcel Halstenberg, er hat zuletzt wegen seiner Verletzung gefehlt? „Er wird Sonntag erneut nicht dabei sein“, sagt Rene Türk.
Nach dem enttäuschenden 1:1 am Mittwochabend gegen den TSV Wennigsen gab es beim TSV Pattensen II Redebedarf. „Es gab sehr viele Gespräche und wir haben jetzt eigentlich nur zwei Optionen: Uns mit unseren Unzulänglichkeiten beschäftigen oder einfach Vollgas geben und Spaß am Fußball haben. Ich bin für die zweite Variante“, sagt TSV-Trainer Christof Rosenbaum vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den BSV Gleidingen. Bei den Gastgebern wird neben dem verletzten Lennart Kurzweil lediglich Felix Maetje urlaubsbedingt fehlen. Entsprechend motiviert ist Rosenbaum: „Wir müssen und wollen liefern. Und vor allem wollen wir uns selbst beweisen, dass wir es besser können als gegen den TSV Wennigsen.“ Die kleine Erfolgsserie des BSV Gleidingen ist zwar mit der 1:2-Niederlage am 7. Spieltag beim TSV Wennigsen gerissen, aber die Rot-Weißen von der Sudwiese belegen weiter den 4. Tabellenplatz. Linus Robering gibt sich in Vertretung von Trainer Ronny Herzog (Urlaub) zuversichtlich: „Wir treffen auf einen starken Gegner, aber wir sind optimistisch. Wenn wir eine gute Leistung auf den Platz bringen, ist vielleicht ein Punkt für uns drin. Unsere Jungs sind jedenfalls hoch motiviert.“ Wie es personell aussieht? „Besser als zuletzt“, sagt Linis Robering.
Der Koldinger SV hat mit dem 8:4 gegen den SV Degersen am vergangenen Sonntag den Negativtrend gestoppt und will nun am Sonntag beim Mühlenberger SV erneut gewinnen. Allerdings muss Trainer Petros Pappas personell etwas aus dem Hut zaubern. „Aktuell stehen mir 14 Spieler zur Verfügung. Aber ich nehme es, wie es kommt. Wir wollen trotzdem gewinnen“, sagt Pappas. Die Gastgeber aus Mühlenberg sind in dieser Saison schwer einzuschätzen, die Ergebnisse bisher schwanken von Woche zu Woche. „Ich habe mir den Gegner angeschaut und ich glaube, dass wir spielerisch die bessere Mannschaft haben. Das müssen wir zeigen“, so Pappas.
Das wird wieder ein schwieriges Unterfangen. Die SpVg. Hüpede/Oerie hat Sonntag, Anpfiff ist um 12.30 Uhr, beim SV Ihme-Roloven II anzutreten, und der konnte mit dem 2:2 vor acht Tagen im Nachholspiel gegen den SV Germania Grasdorf ebenso überraschen wie überzeugen. Die aktuelle Lage: beide Mannschaften haben vier Punkte auf ihrem Konto, das ist beileibe keine überzeugende Bilanz. Der Abstand auf den nächst höheren Tabellenplatz beträgt bereits fünf Punkte. „Der Gegner ist für mich eine eine Wundertüte, die die haben bisher merkwürdige Ergebnisse erzielt. Das wird ein ganz schweres Spiel für uns“, sagt SpVg-Trainer Willi Bergmann. Erschwerend komme hinzu, dass es große Personalnöte gebe, eine Reihe von Spielern falle Sonntag aus. „Mit Deik Wehner. Christian Karnatz und Lukas Hampel habe ich drei Spieler reaktivieren müssen.“
