Fußball-Kreisliga: Der 22. Spieltag
Nur 3:3 in Ronnenberg: Blamage für den SV Germania Grasdorf?!
Foto:Reinhard Kroll
Wieder ein Torestival: Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld II setzte sich beim Schlusslicht SG Kirchwehren/Lathwehren 7:3 (1:2) durch, aber die drei kassierten Gegentore beim Tabellenletzten sprechen nicht von einen stabilen Abwehrleistung oder? SC Trainer Benny Weißschuh: „Auf diesem schlechten Platz saínd viele Tore nicht verwunderlich, da ist kein gutes Fußballspiel möglich. Es ist sehr schwer, den Ball zu kontrollieren. Aber wir haben in der Halbzeitpause einiges angesprochen, was auch umgesetzt wurde.“ Der Außenseiter ging nach 15 Spielminuten 1:0 in Führung, Laurin Kraune sorgte für das 1:1 (25.), Aber der nächste Treffer gelang dem Gastgeber in der 45. Spielminute, wenig zuvor hatte er einen Strafstoß – Handspiel von Vincent Brockmann – nicht zum 3:1 genutzt, der Ball flog über das Tor der SCer. Im zweiten Durchgang trafen die SCer vielmals in Folge: Fabian Pagel (65.), Connor Krüger (68.), Vincent Brockmann 77.), erneut Fabian Pagel (77.) und Leo Brauer (90.) zeichneten sich dabei als Torschützen aus.
SC Hemmingen-Westerfeld: Melching, Henkel (72. Brandes), Kraune, Pagel (80. Stiller), Berk (78. Pisani), Kluw, Mertens, T. Brauer, Brinschwitz (79. Toader), L. Brauer, Brockmann.
Wenn das keine Blamage ist: Der von Aufstiegsambitionen beseelte SV Germania Grasdorf ist beim Tabellenvorletzten SG 05 Ronnenberg nicht über das 3:3 (1:2) hinausgekommen. Zwar nicht in Bestbesetzung zur SG 05 Ronnenberg gefahren, aber war das der Grund, warum es heute für den haushohen Favoriten aus Laatzen nicht gelaufen ist? Mit Marcel Halstenberg und Marvin Krüger fehlten zwei absolute das Leistungsträger, und auch erneut Patrick Schmidt, sonst in der Startelf, musste passen. Allerdings änderte das nichts an der Favoritenrolle der Germania. Dabei traf Leurim Ferizi schon nach drei Spielminuten zum 1:0 für die Germania, aber bis zum Halbzeitpfiff ging der Favorit leer aus, dafür trafen die 05er zu ihrer 2:1-Pausenführung (6. und 45.). Das 2:2 (69.) resultierte aus einem Eigentor der Gastgeber, doch nach 77 Spielminuten kamen sie zu ihren dritten Tor. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Leutrim Ferizi in der 81. Spielminute für das 3:3. Die Germania hat gegenüber dem Tabellenführer aus Hemmingen wertvollen Boden verloren, kann aber nach wie vor aus eigener Kraft noch Staffelmeister werden. René Türk, Trailer der Germania, zeigte sich von Leistung und Ergebnis enttäuscht, und darüber, dass auf dem schlechten B-Platz gespielt werden musste. „Angeblich wegen Wühlmäusen auf dem A-Platz. Wir haben nichts dergleichen gesehen, und fühlen uns vom Gegner verarscht.“ Allerdings räumte Türk ein, dass sich die 05er diesen Punkt redlich verdient haben. „Am Ende ist der Punkt für uns sogar noch glücklich. Wir haben die 05er nicht in den Griff bekommen. Vor allem der 41 Jahre alte Alexander Lackmann hat uns immer wieder vor Problem gestellt.“
SV Germania Grasdorf: Mutsch, Paetzmann, Exeler (74. Lohr), Voßmeyer, Ferizi (80. Kilic), Merivani, Hinz (30. Burmeister), Scheffen, Jorasch, Zvezda, Kaminski.
Der TSV Pattensen II hat die Auswärtsaufgabe beim TSV Wennigsen bravourös gemeistert und 5:0 (3:0) gewonnen – und das 75 Minuten in Unterzahl, weil Lennart Kurzweil in der 15. Minute wegen groben Foulspiels die rote Karte sah. Zuvor führten die Pattenser aber schon 2:0 durch die Tore von Nico Westphal (5.) und Nico Schünemann, der zunächst per Elfmeter nach Foul an Max Bock am Torhüter scheiterte und dann im Nachschuss traf. Gianluca Grupe machte in der 42. Minute das beruhigende 3:0. Das 4:0 geht auch auf das Konto von Grupe, er traf in der 57. Minute sehenswert von der Mittellinie über den zu weit vor dem Tor stehenden Wennigser Torhüter hinweg. Den Schlusspunkt setzte Luis Kropp mit dem 5:0 in der 88. Minute. „Ein hochverdienter Sieg. Die Unterzahl hat man nicht gemerkt, weil wir es sehr diszipliniert und clever gespeilt haben“, sagte TSV-Trainer Christof Rosenbaum.
TSV Pattensen II: Krause, Maetje, Görgen, Kurzweil, Grupe (60. Kropp), Grönig, Schünemann (46. Porodzinskyi, 75. Ebers), Bock (75. Türk), Öztürk (65. Al Muhammad), Wegener, Westphal.
Das zweite Heimspiel in Folge verloren: Die gute Heimbilanz des BSV Gleidingen hat Kratzer bekommen, heute gab es das 1:2 im Stadtderby gegen die SpVg. Laatzen. Nach der 2:0-Führung der Gäste durch Yannick Kalh (15.) und Benjamin Schliep (60.) traf Kirill Weber durch den von Gabriel Asensio-Hoyos an Enrico Herzog verursachten Strafstoß zum 1:2. „In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, danach waren wir die bessere Mannschaft, aber wenn keine Tore geschossen werden, gibt’s eine Niederlage“, fasste BSV-Trainer Ronny Herzog die 90. Spielminuten am Jahnweg zusammen. Das sah Gäste-Trainer René Jopek etwas anders: „Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir die klareren Chancen, machen aber einfach das dritte Tor nicht. So blieb es bis zum Ende spannend, aber unverdient ist der Sieg für uns nicht.“
BSV Gleidingen: Mazarin, Masrour. Igunma, E. Herzog. Sule, L. Weber, Ameen (85. Hinz), Bastian, K. Weber, Torres, Wildner,
SpVg. Laatzen: Lieseberg, Engelking, Mock, Asensio-Hoyos (75. Ussatschij), Lehmann, Fischer (55. Schliep), Sa. Sawatzki (65. Schröder), Meister (60. Mäurer), Seemann, Se. Sawatzki.
0:1 bei der TuS Wettbergen verloren: Die SpVg. Hüpede/Oerie trat die Heimfahrt mit leeren Händen an. Das Tor des Tages erzielte der Gastgeber nach 56 Spielminuten. „Das war unsere schlechtestes Saisonleistung“, fast Willi Bergmann, Trainer der Gäste, die 90 Spielminuten zusammen. Überdies beklagt er den schlechten Platz in Wettbergen:„¡Der spottet jegliche Beschreibung.“ Ansonsten hätte diese Begegnung keinen Sieger verdient.
SpVg. Hüpede/Oerie: Aust, Weigel, Hargens, Kimpioka, L. Brügmann, Eicke, M. Brügmann, Bergmann, Witt (31. Emmert), Hilliger (76. Meyer), Müller.
Der Koldinger SV hat mit dem heutigen 4:2 (2:0) beim SV Degersen den zweiten Sieg in Folge gefeiert. Leon Lucic (9.) und Antonio Petrovic (38.) schossen die 2:0-Halbzeitführung heraus. Nach dem 1:2 in der 47. Minute traf erneut Petrovic zum 3:1 in der 90. Minute. Nico Bauer erzielte kurz danach das 4:1. Das 4:2 in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik aus Sicht der Gastgeber. „Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Fußballerisch war auf diesem Platz sowieso nicht viel zu erwarten, dafür haben wir es insgesamt gut gemacht“, sagte KSV-Trainer Petros Pappas.
Koldinger SV: Partawie, Pischel, Stüber (86. Brüggemann), Bauer, Stendel (90. Ali), Lucic, Petrovic, Brünger, Schröder, Soszowska, Beyersdorf.


























