Fritz Willig: „Das 1:1 von Hannover 96 gegen den SV Elversberg ist zu wenig“
Ehemaliger Präsident von Hannover 96 steht Rede und Antwort
Foto:Reinhard Kroll
Herr Willig, was halten Sie von der Verpflichtung von Hannover 96 des neuen Geschäftsführers Björn Bremer für die Profi-Abteilung?
Fritz Willig: Björn Bremer ist eine gute Wahl der zuständigen Geldgeber, und ist wahrscheinlich auch für die Zukunft als Nachfolger von Martin Kind geplant. Dafür hat er nach meiner Einschätzung die Erfahrung und die besonnene Art, mit den wirtschaftlichen Problemen des Profi-Fußballs umzugehen.
Sportlich lief es Sonntag nicht so gut, wie beurteilen Sie das 1:1 im Spitzenspiel gegen den SV Elversberg?
Fritz Willig: Das 1:1 ist für Hannover 96 zu wenig. In der Jetztzeit müssen die Spiele ohne Wenn und Aber gewonnen werden. Es war ein Spiel von zwei gleich starken Mannschaften mit einem wechselseitigen Auf und Ab. Der Strafstoß gegen Hannover 96, er führte zum 1:1, war für mich eine glatte Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Die auffälligsten Spieler bei Hannover 96 waren für mich Noel Aseko und Stefan Thórdadson.
Nun geht es zum SV Darmstadt 98: Wie sehen Sie die Aussichten für Hannover 96?
Fritz Willig: Die Darmstädter stellen eine spiel- und kampfstarke Mannschaft, die allerdings zuletzt 1:2 bei Arminia Bielefeld verloren hat. Dabei hat der Ex-96er R das Tor zum Sieg geschossen. Hannover 96 ist unter den gleich starken ersten fünf Mannschaften der 2. Bundesliga der Außenseiter, hat aber durchaus die Chance, bei einem Sieg in Darmstadt weiter die Hoffnung auf die Aufstiegsambitionen zu hegen. Ich wünsche Hannover 96 und seinen Fans den Sieg in Darmstadt.
Herr Willig, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch.
