Fußball-Kreisliga: Die Vorschau auf den 23. Spieltag
Lösbare Aufgaben für die Spitzen-Mannschaften der Tabelle
Foto:Reinhard Kroll
Wenn das dem SV Germania Grasdorf keine drei Punkte einbringt, dann sollte er seine Aufstiegsabsichten aufgeben: Mit der SG Kirchwehren/Lathwehren stellt sich der Tabellenletzte im Sportpark an der Ohestraße vor, und alles andere als ein deutlicher Heimerfolg der Germania wäre einer Blamage gleich zu setzen. Was René Türk, der Trainer der Germania, erwartetet, das ist nicht interpretationsbedürftig: „Einen Sieg mit einem klaren Ergebnis“, lautet das Ziel für Sonntag. Es sollen allerdings einige Stammspieler geschont werden. Nicht geschont werden muss Marcel Halstenberg, der ehemalige Nationalspieler befindet sich nach wie vor im Urlaub. Und doch: „Ein Sieg ist Pflicht“, unterstreicht Rene Türk seine Erwartungen.
Mit dem TSV Wennigsen trifft der SC Hemmingen-Westerfeld II Sonntag an der Hohen Bünte von zwölf Uhr an auf einen Gegner, der von den zurückliegenden vier Spielen drei verloren hat. Nicht zuletzt deshalb sollten die SCer die Partie für sich entscheiden können. Das hofft nach der 1:2-Niederlage Donnerstagabend in Weetzen auch SC-Trainer Benny Weisschuh. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft eine Reaktion auf das Spiel in Weetzen zeigt“, sagt der SC-Trainer. „Wir werden die Wennigser sicher nicht unterschätzen, aber gemessen an ihren zurückliegenden Ergebnissen scheinen sie aktuell nicht besonders gut in Form zu sein.“
Drei Spiele am Stück verloren: Der BSV Gleidingen scheint zur Zeit aus dem Tritt gekommen zu sein, und es ist nicht davon auszugehen, dass die Heimpartie Sonntag gegen den Tabellendritten TSV Pattensen II erfolgreich gestaltet werden könnte. „Dieser Gegner kommt nach unseren drei Niederlagen unpassend“, sagt BSV-Trainer Ronny Herzog. „Wir sind der Außenseiter, werden aber versuchen, das beste daraus zu machen. Während wir ohne Druck auflaufen können, stehen die Pattenser schon unter Erfolgszwang. Wenn sie am zweiten Tabellenplatz dran bleiben wollen, und das werden sie wollen, dann müssen sie bei uns die drei Punkte holen. Eventuell können wir daraus für eine Überraschung sorgen.“ Nach der überraschenden 1:2-Niederlage des SC Hemmingen-Westerfeld II in Weetzen ist für die Gäste jetzt plötzlich sogar die Meisterschaft wieder in Reichweite. „Wir kennen natürlich die Tabellensituation und wissen, dass wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben dürfen, wenn wir aufsteigen wollen. Das wird in Gleidingen keine leichte Aufgabe, aber wir fahren mit dem nötigen Selbstvertrauen nach Gleidingen, und wollen dort auf einem hoffentlich guten Fußballplatz gewinnen“, sagt TSV-Trainer Christof Rosenbaum. Ein Fragezeichen steht hinter den erkrankten Nico Westphal und Gianluca Grupe. Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit.
Nach der knappen Derby-Niederlage gegen den SV Germania Grasdorf wird bei der SpVg. Laatzen kein Frust geschoben. „Wir spielen nach wie vor eine richtig gute Saison, und das wird auch so bleiben“, sagt SpVg-Trainer René Jopek vor dem Heimspiel gegen die TuS Wettbergen. Die Gäste gelten als ungemütlicher Gegner, und werden sicherlich alles daran setzen, in Laatzen etwas Zählbares mitzunehmen. „Das ist schon ein Duell auf Augenhöhe. Es wird auf die Tagesform ankommen“, sagt Jopek. Bis auf den gesperrten Dimitri Kiefer können die Gastgeber in Bestbesetzung auflaufen.
Die personelle Lage beim Koldinger SV ist auch nach der Osterpause mehr als angespannt. „Stand jetzt bekomme ich keine elf Spieler für Sonntag zusammen. Ich hoffe, dass wir es irgendwie hinbekommen“, sagt KSV-Trainer Petros Pappas vor dem Heimspiel gegen Mühlenberger SV. Die Gäste stehen in der Tabelle weit hinter dem KSV, und im Normalfall wären drei Punkte das klare Ziel. Doch mit der aktuellen Personalnot sei die Zielsetzung nicht klar zu definieren. „Wir wollen das Spiel trotz aller Umstände positiv angehen. Ich hoffe, dass uns die beiden Siege zuletzt Auftrieb geben“, sagt Pappas.
Sechs Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz in der Tabelle: So wirklich sicher kann sich die SpVg. Hüpede/Oerie noch nicht in Sachen Klassenerhalt sein. Mit dem SV Ihme-Roloven II stellt sich Sonntag ein Gast an Oerier Straße vor, der sich aktuell jenseits von Auf- und Abstiegskampf befindet, kann also ohne Druck aufspielen. Sollten die Gastgeber leer ausgehen, könnte es in Sachen weitere Klassenzugehörigkeit eng werden. „Auf uns kommen im April Spiele zu, in denen wir punkten müssen“, sieht SpVg-Trainer Willi Bergmann die Lage nüchtern. Dazu zähle auch das Spiel am Sonntag. „Wir haben ein Heimspiel, sind allein deshalb verpflichtet, die drei Punkte zu holen.“ Personell sei die Lage weiter angespannt, aber nicht hoffnungslos.
