
Pünktlich um 8 Uhr bei frostigen 7 Grad Celsius und kaltem Westwind gab der Hemminger Bürgermeister Jan Dingeldey am Rathaus den Startschuss für den Ersten Hemminger Wander-Marathon. 100 Teilnehmer hatten sich beim WegeTeam angemeldet für dieses Wanderevent, davon ein Drittel für die Marathon-Distanz über 42 Kilometer und jeweils ein Drittel für die halbe Strecke/Teil A durch die LeineAue nach Pattensen, beziehungsweise Teil B von Pattensen durch das Calenberger Land zurück nach Hemmingen.
70 Prozent der Angemeldeten waren Frauen, Männer sind beim Wandern deutlich in der Minderheit. Auch drei Hunde begleiteten die Gruppe. Rainer Dorau vom WegeTeam hatte die ‚Lauf-Regeln‘ bei der Begrüßung vorgegeben: „Günther mit der pinken Mütze geht vor, und Hans-Jürgen mit der gelben Warnweste macht das Schlusslicht. Und dazwischen gibt es keine Lücken.“
Das Tempo war mit 5 Kilometer im Durchschnitt kalkuliert, inklusive Pausen. Die Strecke führte zunächst durch das Ricklinger Holz, dann durch Alt-Ricklingen auf dem Deich entlang über die Ihme zum Maschsee-Nordufer. Nach einer kurzen Trinkpause ging es am Westufer des Maschsees entlang der Leine bis zum Wiesenhaus, wo bei Kolimeter 13 die erste Pause eingeplant war. Der Trosswagen vom WegeTeam versorgte die Wanderer mit Wasser, Bananen und Snacks. Das Wiesenhaus hatte zu dieser frühen Vormittagsstunde noch geschlossen, die Toiletten aber für die Gruppe zugänglich gemacht.
Nach einer kurzen Stärkungspause ging es weiter durch das Leinetal nach Reden und von dort das herrliche Fuchsbachtal aufwärts bis nach Pattensen, wo die Gruppe am Spielplatz Bruchwiesen wie geplant um 12.30 Uhr von Helmut und Jörg vom Wegeteam Pattensen erwartet und mit Kalt- und Heißgetränken sowie Kuchen und Snacks versorgt wurde.
Die Teilnehmer von Teil A wurden verabschiedet, die Teilnehmer von Teil B registriert und begrüßt. Und diejenigen, die Teil A+B absolvierten, hatten sich gestärkt. Und pünktlich um 13 Uhr brach die Gruppe zum zweiten Halbmarathon durch das Calenberger Land auf. Der Weg nach Hiddestorf führte sechs Kilometer über das freie Feld mit einem herrlichen weiten Blick auf den Berg Lüdersen und den dahinter liegenden Deister. Etliche Wanderer hatten Geschwindigkeitszähler auf ihren Uhren und gaben von Zeit zu Zeit die Werte mit 5,5 bis 5,8 Stundenkilometer durch. A
lle Teilnehmenden hielten sich strikt an die Vorgaben, und so kam die Gruppe auch wieder zu der geplanten Zeit am Trinkstopp in Hiddestorf neben der Kirche an. Von dort ging es weiter durch das Bürgerholz zur Kückenmühle, wo zwei Überraschungen warteten: der Wirt Olaf mit Bier und Apfelschorle sowie Kai von der Bürgerstiftung Hemmingen mit einer funkelnagelneuen Rikscha als Begleitservice für die letzten Kilometer. Der Rikscha-Service wurde dankbar angenommen, da zwei Teilnehmerinnen Probleme an den Füßen hatten und nicht mehr laufen konnten.
Der schöne Trampelpfad durch das Wettberger Holz war aufgrund der heftigen Regenfälle der vergangenen Tage nicht passierbar, alternativ ging es um das Wettberger Holz herum, über die Umgehungsstraße und vor dem Waldschlösschen in das Ricklinger Holz bis zum Sender. Das Angebot vom WegeTeam, die Strecke an der Göttinger Landstraße abzukürzen, wurde empört abgelehnt. Als die Gruppe in den Weidenkamp einbog, fehlten noch 500 Meter an 42,19 Kilometern.
Und eine Punktlandung war absehbar: vor dem Rathaus zeigte dann der Kilometerzähler die Marathonstrecke von 42,19 Kilometer an und die Rathaus-Uhr die geplante Ankunftszeit von 17.30 Uhr. Nach neuneinhalb Stunden erreichten alle ihr Ziel und hatten Grund zum Feiern.
Fazit: Den Teilnehmenden des Ersten Hemminger/Pattenser Wander-Marathons ist bewusst geworden, in was für einer herrlichen Wandergegend wir leben. Auf den beiden Halbmarathon-Strecken sind sie zwei völlig unterschiedlichen Landschaftsbildern begegnet: Teil A dominiert durch Maschsee und Leinetal, mit Kiesteichen, Auen und Wiesen – Teil B durch das Calenberger Land mit großen Ackerflächen, dem weiten Blick auf den Deister, das Bürgerholz sowie das Ihmetal. Der Erste Hemminger Wander-Marathon wird wohl nicht der letzte sein.
