Ramona Schumann fühlt sich bestätigt
Sechs „Pattenser Foren“ sind inzwischen über die Bühne gegangen. Die SPD-Bürgermeisterkandidatin Ramona Schumann hatte in den zurückliegenden Monaten dazu eingeladen. Acht Experten kamen nach Pattensen, um über verschiedene Themen zu diskutieren. Daraus hat die Sozialdemokratin Schlüsse für die von ihr angestrebte Amtszeit als Bürgermeisterin gezogen: „Nur mit nachhaltigen und gut aufeinander abgestimmten Konzepten können wir zukunftsorientiert arbeiten“, resümierte sie.. Im ersten Forum beschäftigte sich Ramona Schumann gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann und mit Dirk von der Osten mit dem demografischen Wandel. Im zweiten Forum befasste sich Niedersachsens Finanzminister a. D. Heinrich Aller mit der Finanzsituation kleiner Kommunen."Wir müssen den demografischen Wandelgestalten – dürfen ihn also nicht nur auf uns zu kommen lassen. Zumal die Finanzen langfristig ein schwieriges Thema bleiben", so lautet Schumanns Fazit.
Auch das dritte und vierte Forum boten viele Handlungsempfehlungen und Bestätigung aus ihrer Sicht: "Die Schulen sind vom demografischen Wandel und den wirtschaftlichen Hindernissen unmittelbar betroffen, denn plötzlich prüft der Landesrechnungshof die Wirtschaftlichkeit, und die Dörfer fürchten um ihre Zukunft." Peter Bräth unterstützte Ramona Schumann bei ihrem Anliegen, einen umfassenden Dialog zur möglichen Sicherung der Schulen zu führen: "Wir werden uns die gesamte Schullandschaft der Stadt ansehen müssen, nicht nur einzelne Schulen", sagt Schumann, selbst zweifache Mutter.
Im vierten Forum stand das generationengerechte Wohnen im Mittelpunkt. Marco Brunotte und Peer Maßmann diskutierten mit Ramona Schumann und den rund 20 Zuhörern auch über verschiedene Wohnformen, die Anforderungen an barrierefreies Wohnen und mögliche Förderungen. Alle Drei plädierten für eine gute, niedrigschwellige Beratungsdienstleistung vor Ort.
Das fünfte Forum stand unter dem Zeichen von Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch erläuterte mit Schumann und den Zuschauern die Herausforderungen für die Gesellschaft und Politik vor Ort. "Es gibt drei Säulen des menschlichen Miteinanders, die entscheiden, wie sich etwa Lebenqualität, soziale Gerechtigkeit und das Gemeinwohl entwickeln. Diese drei Säulen sind Wasser, die tägliche Nahrung und die nötige Energie", erklärte der Bundespolitiker. Einigkeit mit den rund 30 Zuhörern bestand bei der Forderung der beiden Sozialdemokraten nach einem intensiven Dialog zwischen Kommune, Erzeuger und Verbraucher.
Das sechste Forum befasste sich mit Wirtschaftsförderung. Zu Gast war die Landesvorsitzende des Bundes deutscher Unternehmerinnen, Jasmin Arbabian-Vogel, die mit Ramona Schuman und etwa 25 Gästen darüber diskutierten, was Unternehmen von einer Wirtschaftsförderung erwarten. "Wirtschaftsförderung", erläuterte die Unternehmerin aus Hannover, "kann man an einigen einfachen Punkten zweckmäßig gestalten: soziale und öffentliche Infrastruktur, die Attraktivität der Kommune, unter anderem als Wohn- und Lebensraum, aber vor allem ein stimmiges Gesamtkonzept."
Am Ende der sehr angeregten Diskussion fasste Ramona Schumann für sich die Veranstaltung zusammen:"Wir schaffen kurzfristige Verbesserungen durch eine aktive Vernetzung und vor allem durch Netzwerkpflege, langfristig arbeiten wir im Rahmen einer ganzheitlichen Stadtentwicklung an einer effektiven Wirtschaftsförderung als Bestandteil einer aktivem Gesellschaftspolitik.
Die Sozialdemokratin sieht sich bestätigt: "Es ist deutlich geworden, dass kaum ein Projekt für sich alleine steht. Die Maßnahmen haben immer Auswirkungen auf andere Bereiche unserer Gesellschaft, diese Zusammenhänge und daraus resultierenden Konsequenzen müssen benannt und bedacht werden."
Die Pattenser Foren sind im Wahlkampf entstanden, sollen aber über den Wahlkampf hinaus weiter fortgeführt werden. "Es gibt ausreichend Themen und Angebote von interessanten Referenten, die ich gerne noch in Pattensen begrüßen möchte", sagt Ramona Schumann. "Ich gehe davon aus, dass wir zukünftig zwei Veranstaltungen im Jahr realisieren können."
