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Pattensen
Donnerstag, 28.05.15 - 21:44 Uhr

Ratssitzung: Rathaus soll in abgespeckter Form gebaut worden

Sozialdemokraten können ihre Vorstellung nicht durchsetzen

Ratsherr Thomas Vogel trägt die Haltung in Sachen Rathausneubau für die SPD-Ratsfraktion vor.R. Kroll

Die Sozialdemokraten hätten sich ein neues Rathaus mit Bürgersaal gewünscht, die weiteren Mitglieder des Pattenser Rates lehnten das heute Abend im Redener Dorfgemeinschaftshaus ab. Die Baukosten werden sich so um etwa eine Millionen Euro reduzieren.

PATTENSEN. 

Während sich die Sozialdemokraten nach der von ihr beantragten Sitzungsunterbrechung nach wie vor für die sogenannte Variante A - Rathaus mit Bürgersaal für sechs bis sieben Millionen Euro  - entschieden hat, wählte die Mehrheit des Rates die Variante 2B mit offener Saalgröße.

 

Die Variante 2B, tags zuvor während der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Pattenser Rates vón den Unabhängigen eingebracht, sieht vor, dass Größe und Gestaltung eines Ratssaales dem Anbieter überlassen werden. Hierzu wird ein Kostenrahmen vorgegeben. Nach Abwägung von Kosten und Nutzen kann dann über die Angebote abgestimmt und eventuell auch die Finanzierung eines Ratssaales, der größer als 100 Quadratmeter ist, realisiert werden.

 

Thomas Vogel sprach nach der Sitzunungsunterbrechung von einer historischen Chance und unterstrich die Haltung der SPD zur Variante 1. "Wir sehen sicher auch die Finanzlage der Stadt, aber die Gegenfinanzierung steht. Die Minimallösung halten wir für falsch."

 

Dr. Horst Böttger, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, betonte, "dass die Variante 2b etwa eine Millionen Euro weniger kosten würde." Die Union wünsche sich ein reines Verwaltungsgebäude mit  einem Besprechungsraum in der Größe von etwa 100 Quadratmeter. Sein Fraktionskollege Heinrich Lindenberg brachte die Folgekosten ins Spiel: "Für ein Bürgerhaus würde zusätzliches Personal benötigt", gibt er zu bedenken.

 

Dirk Meyer  von den Unabhänigen sagte: "Wir müssen ein Zeichen setzen und nur so viel ausgeben, was wir uns leisten können. Wir haben jetzt schon einen Sanierungsstau." Jens Ernst (Bündnis für Bürger) lehnt aktuell alle vorgebrachten Varianten ab. "Ich habe schriftlich Fragen an die Stadtverwaltung geschickt, und solange ich keine Antworten darauf habe, stimme ich dagegen."

 

Gabriele Hiller von den Bündnisgrünen hätte sich die Variante 3 gewünscht: ein neues, kleineres Rathaus unter Beibehaltung der Verwaltungsnebenstelle in der Walter-Bruch-Straße. So war sie die einzige, die bei der Abstimmung für diese Variante gestimmt hat. 

 

Einigkeit besteht im Rat darüber, dass über das Raumprogramm zur gegebenen Zeit separat abgestimmt werden soll.

 

 

 

 

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