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Sport
Sonnabend, 06.06.15 - 11:29 Uhr

Einmal Pattenser, immer Pattenser

Sport-Portrtait - heute: Kai Paulig vom TSV Pattensen

Kai Paulig, Torwart des Fußball-Landesligisten TSV Pattensen.R. Kroll

"Einmal Pattenser, immer Pattenser." Das sagt Kai Paulig auf die Frage, warum ein Vereinswechsel für ihn nicht in Frage gekommen ist und auch zukünftig nicht in Frage kommt. Der inzwischen 30-Jährige spielt seit 25 Jahren im TSV Pattensen Fußball - im übrigen in ganz jungen Jahren zusammen mit Nationalspieler Per Mertesacker.

Pattensen. 

Beim TSV Pattensen gibt es in Sachen Torwart eine ungewöhnliche Konstellation: Mit Kai Paulig und Dennis Ferranti verfügte Trainer Hanno Kock bisher über zwei gleichstarke Männer zwischen den Pfosten. Das ist Vergangenheit, denn Ferranti verlässt den Verein aus privaten Gründen in Richtung Nordrhein-Westfalen. "Es kommen aber vermutlich zwei neue Torhüter, wenigstens einer", sagt Kai Paulig. "Ich werde mich dieser Herausforderung stellen."

 

Die Sache mit Dennis Ferranti war für Kai Paulig kein Problem. "Natürlich spielte jeder von uns beiden gern", betont er. "Aber wir haben uns trotz des Wechselspiels bestens verstanden und der eine hat dem anderen nichts geneidet." Paulig bedauert, dass Dennis Ferranti die Region Hannover verlässt und damit auch den TSV Pattensen.

 

Kai Paulig, ein Torwart ohne Allüren und Effekthascherei, hat sich längst einen guten Namen über Pattensen hinaus erworben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er allein im Herrenbereich dreimal mit dem TSV Pattensen aufgestiegen ist: einmal mit der 2. Mannschaft in die Kreisliga und zweimal mit der 1. Mannschaft in die Landesliga.

 

Und: In seiner Erfolgsbilanz will er die zwei Spiele in Pattensen gegen den Bundesligisten Hannover 96 nicht unerwähnt lassen - das waren für ihn große Erlebnisse. "Auch wenn ich im ersten Spiel nur neun Minuten zum Einsatz gekommen bin."

 

Was ihm wichtig ist? "In der Mannschaft muss das Zusammengehörigkeitsgefühl stimmen", kommt schnell die Antwort. Im TSV Pattensen sei das seit Jahren der Fall. "Das wir am Ende einer Saison kaum Verluste zu beklagen haben, ist ein Bewies dafür, dass sich hier alle gut aufgehgoben fühlen." Im Verein sei eine ausgezeichnete Struktur geschaffen worden." Ich hoffe, dass wir die Landesliga noch sehr lange halten können."

 

Kai Paulig, von seinen Freunden liebevoll "Paula" gerufen, beginnt als fünfjähriger Knirps bei den G-Junioren mit dem Fußball. Triebfeder dafür ist auch Vater Wilhelm Paulig - im TSV Pattensen seit sechs Jahrzehnten am Ball und schon so etwas wie lebendes Inventar des Vereins. 

 

Im Blick zurück ist Kai Paulig mit dem zufrieden, was er im TSV Pattensen erleben durfte. "Das war schon eine geile Zeit", sagt er. Dass es einmal in der Jugend vage Gedanken an einen Vereinswechsel zu Hannover 96 gegeben hat, das will er nicht verhehlen. Es ist nichts daraus geworden. Per Mertesacker lässt schön grüßen. "Es ist müßig darüber nachzudenken, ob ich etwas verpasst habe." Er sei mit dem TSV Pattensen so tief verwurzelt, dass es diesbezüglich auch rein gar nichts zu bedauern gebe.

 

Wie lange er noch beim TSV Pattensen zwischen den Pfosten stehen will? "So lange es erstens die Leistung und zweites die Gesundheit zulässt", sagt er nachdrücklich. Und noch etwas: "Ich wäre mir nicht zu schade, auch in der zweiten TSV-Mannschaft zu spielen." Das soll kein Wink mit dem Zaunpfeil sein, sondern nur ein dicker Hinweis auf seine Verbundenheit zum Verein.

 

Wenn Kai Paulig mit seinen 185 Zentimeter Körpergröße nicht zwischen den Torpfosten steht, studiert er - jedenfalls bis jetzt. Am 1. Juli fängt er im Außendienst seine erste Arbeitsstelle als Vertriebler an. "Offiziell bin ich noch Student, meine Masterarbeit als Abschluss fehlt noch."

 

Einmal Pattensen, immer Pattensen - auf den Wohnort trifft das bei Kai Paulig allerdings nicht zu: zusammen mit seiner Freundin wohnt er in der Südstadt Hannovers. "Einige aus unserer Mannschaft wohnen in meiner Nähe, wir bilden eine Fahrgemeinschaft", sagt Kai Paulig. Das wäre - wie die Angelegenheit mit Dennis Ferranti - also auch geklärt.

 

 

 

 

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