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Sport
Donnerstag, 10.08.17 - 14:54 Uhr

Leichtathletik: „Die EM-Teilnahme war mein Höhepunkt des Jahres“

Andreas Zechmann zieht Bilanz über seine Teilnahme bei der Senioren EM in Dänemark

Im Halbfinale war für Andreas Zechmann (Zweiter von links) Schluss, er verfehlte den Finallauf.

SARSTEDT. 

Andreas Zechmann aus dem TKJ Sarstedt ist zurück von der Leichtathletikeuropameisterschaft der Senioren in Aarhus (Dänemark). Von den etwa 3600 internationalen Teilnehmern nutzen 800 Deutsche die Nähe zum Austragungsort und waren mit dem Sarstedter als stärkste Delegation für die Europamesiterschaft gemeldet.

 

In seiner Altersklasse M45 ging Zechmann zunächst im Sprint über die 100 und 200 Meter an den Start. In seinem ersten Rennen im Nationaltrikot präsentierte sich der Sarstedter ausgesprochen gut und sprintete in schnellen 12,10 Sekunden souverän ins Halbfinale. Jedoch konnte er sich dort nicht weiter verbessern und erreichte das Finale der besten acht Sprinter nicht. Unzufrieden sei er aber deswegen nicht, im Gegenteil: Andreas Zechmann zeigte sich mit Platz 13 von 34 Teilnehmern durchaus zufrieden, zudem war er gleichzeitig der schnellste deutsche Sprinter seiner Altersklasse.

 

Die Qualifikationsläufe im 200-Meter Sprint fanden nur zwei Tage nach den 100-Meter-Sprints statt. Hier blieb kaum Zeit zum Regenerieren für den TKJ-ler, auch die Wetterbedingungen - Starkregen und wechselnde Winde - waren alles andere als leicht. Doch gemeinsam mit 53 weiteren Sprintern nahm Zechmann am Vorlauf teil und sprintete die 200-Meter in 25,34 Sekunden ins Ziel. Eine Qualifikation fürs Halbfinale erreichte er mit dieser Zeit nicht, am Ende bedeutete sie Platz 32 europäischer und Platz drei auf nationaler Ebene.

 

Der sportliche Höhepunkt war für Zechmann seine Nominierung zur Teilnahme an der viermal 100-Meter-Staffel am vorletzten Wettkampftag. "Im Nationaltrikot für Deutschland sprinten zu dürfen war etwas ganz Besonderes für mich", berichtete Zechmann. Aufgrund seiner guten Vorlaufzeiten durfte er auf der Gegengerade an Position zwei die Staffel laufen. "Ich war sehr nervös und unglaublich aufgeregt, schließlich läuft man in einem Team und möchte sich dann erst Recht nicht blamieren." Von Blamage kann beim Sarstedter keine Rede gewesen sein, die Staffelstabübernahme und die 100-Meter später stattfindende Übergabe klappten einwandfrei. Allerdings erreichte der deutsche Staffelstab letztendlich nicht das Ziel, da der dritte Wechsel scheiterte. "Wir hatten nur am Vormittag kurz Zeit die Wechsel zu üben und uns abzusprechen.", so der TKJ-ler, "Ärgerlich ist dies natürlich schon."

 

Insgesamt zieht Andreas Zechmann jedoch eine sehr positive Bilanz über seine Teilnahme bei der Europameisterschaft. Angefangen mit einer tollen Eröffnungsfeier über Call-Room-Zeiten und geführte Einmärsche ins Stadion bis hin zu eigenen, nationalen Physiotherapeuten, ist auch eine Senioren Europameisterschaft professionell organisiert. Neue Weltrekorde wurden gelaufen und so mancher 50-Jähriger schaute mit Neid auf deutlich ältere Teilnehmer wie aus den Altersklassen M75, die zum Teil deutlich schnellere Zeiten liefen.

 

Unter allen Teilnehmern herrschte eine freundliche und friedliche Atmosphäre, man grüßte sich bei Begegnungen im Hotel oder in der Stadt, fragte nach den Leistungen und kam mit vielen Sportlern Europas in lockere, nette Gespräche. In zwei Jahren finden die nächsten Europameisterschaften für Senioren in Venedig statt - natürlich träumt Andreas Zechmann schon jetzt von einer erneuten Teilnahme.

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