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Laatzen
Mittwoch, 12.09.18 - 08:12 Uhr

Laatzener Feuerwehr geht auf Entdeckertour in Berlin

Mit 57 Teilnehmern startete in diesem Jahr die Ortsfeuerwehr Laatzen zu ihrer 2-Tagesfahrt. Das Ziel: die Bundeshauptstadt Berlin.

LAATZEN. 

Auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth galt dem Reichstag als erste Station das Interesse der Gruppe. Kurz vor 10 Uhr erreichte der vollbesetzte Bus den Tiergarten vor dem Reichstag, bei herrlichem Sonnenschein gab es zur Stärkung ein Baguette, bevor um 11 Uhr die Führung im von 1884-1894 erbauten Reichstag begann. Auf der Besuchertribüne lauschten die Laatzener den Worten von Referent Ralf Grünewald. In launigen Worten spannte dieser den Bogen von der Erbauung nach den Plänen von Architekt Paul Wallot bis hin zur von Stararchitekt Norman Foster geschaffenen Kuppel aus Stahl und Glas in den 1990er Jahren.

 

Natürlich berichtete der Referent auch ausführlich über die Arbeit im Bundestag und räumte dabei ein Vorurteil aus dem Weg: "Bei Sitzungen sehen sie selten alle Plätze im Bundestag besetzt, da die Arbeit der 709 Abgeordneten in den Ausschüssen stattfindet". Die vorderen Plätze rund um Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte er ausführlich, bis hin zu den immer noch tätigen Stenografen, die alle gesprochenen Worte akribisch genau aufschreiben und protokollieren.

 

Mitten im alten Zentrum der Bundeshauptstadt, in der Friedrichstraße, checkten die Laatzener anschließend im Hotel ein. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Einige der Teilnehmer unternahmen eine Bootstour und sahen sich die Regierungsgebäude von der Wasserseite aus an, andere bummelten die Straße "Unter den Linden entlang" oder besuchten die Ausstellung im Humboldtzentrum neben dem neuen Stadtschloss.

 

Gegen Abend traf sich die Gruppe im S-Bahnbogen nahe des Bahnhofs Friedrichstraße. Im historischen Restaurant Nolle gab es typische Berliner Spezialitäten zur Auswahl. Mit einem Cocktail an der Hotelbar oder einem Glas Wein in geselliger Runde draußen beendeten etliche Reisende den Tag.

 

Ausgeruht starteten die Laatzener am Sonntag zur Stadtrundfahrt durch Ost und West, immer wieder fuhren sie über die ehemalige Grenze, ohne es zu merken. Der Weg führte an der Wohnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Mann ebenso vorbei, wie an großen Mosaiken von Erich Honnecker in der Stalin Allee und dem Springer Hochhaus in Kreuzberg nahe des Checkpoint Charlie. Mit "Berliner Mundwerk und viel Herzblut" nannte der Stadtführer Daten und Zahlen aus der wechselvollen Geschichte Berlins.

 

An der Bernauer Straße endete die zwei-stündige Rundfahrt. Diese Straße ist eng verknüpft mit dem Mauerbau am 13. August 1961, nirgends gab es mehr Fluchtversuche. Teilweise sprangen hier die Menschen aus den Fenstern, die zum Westen lagen. Am bekanntesten ist der Tunnel 57, durch den ins gesamt 57 Personen flüchteten, bevor dieser entdeckt wurde. Vom Aussichtsturm gab es einen Ausblick auf den doppelten Betonwall des bis zu 40 Meter breiten Grenzstreifens.

 

Über das Ende des 12. Jahrhunderts entstandene Nikolaiviertel mitten in der City zwischen Alexanderplatz und rotem Rathaus gelegen, ging es wieder zurück nach Laatzen. Hier im "historischen Berlin" hatten die Reisenden leider nur wenig Zeit, um die alten Gebäude kennenzulernen. Genau um 20 Uhr stiegen die ersten Fahrtteilnehmer aus dem Bus am Laatzener Feuerwehrhaus wieder aus, eine gut organisierte Fahrt bei Sonne und sommerlichen Temperaturen endete.

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