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Pattensen
Dienstag, 06.11.18 - 12:50 Uhr

"Schule im Aufbruch"-Tag an der Ernst-Reuter-Schule

Am Freitag, 9. November, findet der erste "Schule im Aufbruch-Tag" in Niedersachsen statt und die Ernst-Reuter-Schule (ERS) ist für diese Pilotveranstaltung Gastgeber.

PATTENSEN. 

Bildungsinnovatoren wie Margret Rasfeld konfrontieren uns seit langem damit: Die aktuelle Schule mit ihrer einseitigen Ausrichtung auf (kognitive) Wissensvermittlung, dem Glauben an vermeintliche Altershomogenität, dem alles dominierenden Konkurrenzprinzip und der frühen Sortierung wird den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gerecht. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die über ausgeprägte Problemlösungskompetenzen verfügen, die gut kommunizieren und Konflikte bearbeiten können, die es gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen, die teamfähig sind und ihr Wissen und ihre Kompetenzen in den Dienst gemeinsamer Anliegen stellen.

 

"Schule im Aufbruch" steht für die Transformation von Schulen, also für grundlegende, systemische Veränderung dessen, wie Lernen und Zusammenleben in der Schule organisiert werden. Die Initiative "Schule im Aufbruch" (https://www.schule-im-aufbruch.de/) wurde 2012 von Prof. Dr. Stephan Breidenbach, Prof. Dr. Gerald Hüther und der mittlerweile ehemaligen Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum, Margret Rasfeld, gegründet. Vorausgegangen war die einjährige gemeinsame Arbeit als Kernexperten-Team im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin im Themenfeld "Wie wir lernen wollen", die die Gründer davon überzeugte, dass die Schultransformation in Deutschland dringend auch einer Bewegung von der Basis bedarf. Schule im Aufbruch wurde gegründet, um eine bundesweite Bewegung für eine Schultransformation zu initiieren und zu unterstützen.

 

Neben Lehrkräften konnten sich auch Eltern sowie Schüler zu der Veranstaltung annehmen. Insgesamt werden etwa 100 Teilnehmer erwartet. Nach einer einleitenden Begrüßung durch das "Schule im Aufbruch"-Team sowie der gastgebenden Ernst-Reuter-Schule und Grußworten aus dem Niedersächsischen Kultusministerium steht am Vormittag von 10.50 bis 12 Uhr ein Vortrag von Margret Rasfeld und Thomas Hohn (Greenpeace) auf dem Programm zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung - Herausforderung. Chance. Verantwortung!".

 

Am Nachmittag finden verschiedene Workshops zu unterschiedlichen Themen mit renommierten Referenten statt, darunter: "Wie gelingt Zukunftsbildung?", "Partizipation durch Praxisprojekte", "MutIch! Mut zum eigenen Potenzial", "Beziehungslernen: Resonanz. Empathie. Intuition", "Konsum folgt Bewusstsein", "Digitale Medienkompetenz", "Vom Regenwald ins Klassenzimmer - was ich als globale Tierärztin zum Stundenplan beitragen kann", "Junge HeldInnen im Einsatz für Natur-, Umwelt- und Tierschutz", "Selbstwirksamkeitserfahrungen von Kindern und Jugendlichen stärken durch Peer-Coaching in Schulen und in der Kooperation mit außerschulischen Partnern".

 

Ab etwa 15.30 Uhr wird ein Abschlussplenum geben, in dem sich unter anderem die Schule im Aufbruch Netzwerke in Niedersachsen vorstellen werden, bevor die Veranstaltung gegen 17 Uhr enden wird. "Die ERS hat sich ebenfalls auf den Weg begeben Unterricht und pädagogische Arbeit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen, deshalb freuen wir uns sehr darauf den ersten Schule im Aufbruch-Tag in Niedersachsen bei uns im Haus zu haben", freut sich ERS- Direktorstellvertreterin Mirjam Gerull. Sie erwartet spannende Impulse für die teilnehmenden Schulen, von der Grundschule bis zum Gymnasium.

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