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Sarstedt
Sonnabend, 23.11.19 - 08:00 Uhr

Andrea Satli: "Spannende Angelegenheit mit vielen Anreizen"

Stadt-Managerin zieht Bilanz nach einem Jahr Amtszeit

Andrea Satli ist seit gut einem Jahr Stadt-Managerin der Stadt Sarstedt.R. Kroll

Im Oktober 2018 hat Andreas Satli die neugeschaffene Aufgabe der Stadt-Managerin der Stadt Sarstedt angetreten. Gegenüber dem Leineblitz blickt sie auf ihre bisherige Zeit im Rathaus zurück und auch in die Zukunft. Dass sie die Branche Marketing schon vor ihrer Zeit im Sarstedter Rathaus gut gekannt hat, kommt ihr selbstredend zugute. Es reicht nicht aus, das Gute und das Neue nur zu wollen, es muss auch erreicht werden, dass die Leute davon erfahren und darüber reden - und genau das stimmt mit Andrea Satlis Philisophie überein, auch wenn es hier und da Ecken und Kanten gibt, die nicht gerade leicht zum umkurven sind. Aber das Signal zum Aufbruch hat sie erkannt.

SARSTEDT. 

Marketing ist das Streben, das Vertrauen der Menschen und der Verbraucher zu erhalten und auszuweiten. Auf den ersten Blick klingt das mehr nach Seelsorge, nach Beschwörung, aber nicht nach Arbeit. Aber es ist Arbeit, oftmals schwierig und zeitaufwendig, aber meistens spannend. Das jedenfalls hat Andrea Satli, seit Oktober 2018 Stadt-Managerin in Sarstedt, mehr lust- als leidvoll erfahren dürfen. Dabei sieht sie sich nur als Rädchen einer Maschinerie, offenkundig ist sie aber die Triebfeder des ganzen Prozesses. Doch ohne Mitstreiter würde vieles nicht funktionieren.

 

Im Emsland aufgewachsen, Tourismuswirtschaft studiert - und damit die Weichen für die Zukunft gestellt - und im Marketing beruflich erste sowie viele Erfahrungen gesammelt, kommt Andrea Satli 2003 nach Sarstedt. Sie kennt die Stadt bereits, als sie sich auf den Job des Stadt-Managers/Managerin bewirbt, und den Zuschlag erhält. "Ich habe die Grundzüge des Marketings kennengelernt", betont sie. Und sie lässt einen Blick in ihre Seele zu: "Marketing ist eine spannende und zum Teil aufregende Angelegenheit mit vielen Anreizen - jedenfalls für mich." Mit anderen Worten. Sie geht darin auf.

 

Die Attraktion der Sarstedter Innenstadt aufzeigen, die Vorzüge der Stadt vermitteln, Aufmerksamkeit und Verständnis bei den Menschen wecken, durch Öffentlichkeitsarbeit die Transparenz erhöhen: das sind die Dinge, für die Andrea Satli tagein und tagaus einsteht. Ganz wichtig. "Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken", sagt sie. Dass sie längst spannende Wochen und Monate erlebt hat, das treibt sie an. Ihre Stellenbeschreibung im Rathaus in vielfältig, aber nicht unübersichtlich. "Immerhin ist das eine neue Stelle, die erst noch entwickelt werden muss." 

 

Andrea Satli verfolgt ihren Masterplan: die Innenstadt weiterentwickeln und Leerstände abbauen, Veranstaltungen initiierten, die Identifikation der Bürger mit der Stadt erhöhen und immer wieder die Menschen in den Vereinen, Institutionen, Kirchengemeinden und Betrieben auf die Vorzüge der Stadt einschwören. Gute Beispiele sind der bereits ausgerichtete Wirtschaftsgipfel, das Sommerfest oder der demnächst beginnende Weihnachtsmarkt. Zudem gibt dreimal im Jahr den Newsletter als Infobroschüre heraus. Die Sache mit den Leerständen in der Innenstadt allerdings sieht sie mit großer Sorge: "Wir haben diesbezüglich einiges vorzubereiten." Auch der Fachkräftemangel in Sarstedt ist für Andrea Satli ein relevantes Thema. "Damit müssen wir uns beschäftigen und zum Beispiel bezahlbares Wohnen in der Stadt schaffen, um Fachkräfte zu erhalten oder nach Sarstedt zu holen." 

 

Die Stadt-Managerin hat ihren Kopf voller Ideen, sprüht geradezu vor Einsatzfreude. Und: "Ich bin für die Bürger jederzeit ansprechbar." Denn Gespräche seien in einer rasanten Zeit von großer Bedeutung. "Das Nutzerverhalten der Leute ändert sich, und dem muss Rechnung getragen werden." Dass Sarstedt keine Touristik-Massen anziehen kann, das muss ihr niemand klarmachen. Aber dass Menschen von außerhalb der Stadt dann und wann einmal gern in die Innerstestadt kommen, daran lohne es sich zu arbeiten. Denn: "Sarstedt ist eine lebens- und liebenswürdige Stadt."

 

Seit ihrem Amtsantritt hat Andrea Satli eine zügige Gangart eingeschlagen, legt sich ungeheuer ins Zeug und zieht alle Register, um die Aufmerksamkeit auf ihren Auftrag zu lenken. Dabei will sich nicht ins Gerede kommen, sondern ins Gespräch.  Und das nach Möglichkeit ohne Ecken und Kanten.

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