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Sarstedt
Dienstag, 24.03.20 - 13:40 Uhr

Corona-Krise: Hilfe im Alltag ist angesagt

Netzwerk „Gute Tat“ in Sarstedt

Andrea Satli (links im Bild), Arnold Miller und Magdalene Martensen setzen sich mit Nachdruck für das Netzwerk "Gute Tat" in Sarstedt ein.

Die Stadverwaltungt Sarstedt, Spontan - Freiwilligenagentur und Nachbarschaftshilfe - sowie die Kirchengemeinden in Sarstedt bauen gemeinsam das Netzwerk "Gute Tat" auf, um in Zeiten des Corona-Virus Hilfe im Alltag zu geben.

SARSTEDT. 

"Wir wollen mit dieser Aktion Hilfesuchenden zur Seite stehen", sagt Magdalene Martensen von Spontan. Schwerpunkt der Aktion sei die Einkaufshilfe. Aber auch telefonische Betreuung gehöre dazu. "Voraussetzungen für ein Mitwirken sind das Höchstalter von 59 Jahren, keiner Risikogruppen anzugehören und sie dürfen nicht unter Diabetes, Krebs, Lungen oder Herz-Kreislauferkrankungen leiden", betont Andrea Satli, Stadtmanagerin in Sarstedt, nachdrücklich.

 

Das Corona-Virus schränkt zunehmend unseren Alltag ein. Fast täglich werden neue Maßnahmen erlassen, mit dem Ziel, das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter zu fahren und eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Menschen sollen soziale Kontakte vermeiden, Abstand nehmen und zu Hause bleiben. Älteren Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen beziehungsweise mit einem geschwächten Immunsystem oder Menschen, die sich in Quarantäne befinden, sind in dieser Situation besonders betroffen. Aber was tun, wenn der Kühlschrank leer ist, ein Medikament aus der Apotheke benötigt wird, der Hund raus muss oder einfach Sorgen auf der Seele drücken. Um sich und andere nicht zu gefährden ist Hilfe beziehungsweise Unterstützung von Außen notwendig, um den Alltag zu meistern.

 

Aus diesem Grund organisieren Spontan - Freiwilligenagentur und Nachbarschaftshilfe - die Kirchengemeinden in Sarstedt und die Stadtverwaltung Sarstedt das Netzwerk "Gute Tat", um Menschen in dieser Situation zu helfen. Dabei geht es um Hilfe wie beim Einkaufen von Lebensmitteln, dem Gang zur Apotheke oder einfach auch um ein Telefongespräch.

 

Das Netzwerk "Gute Tat" nimmt Anfragen von Hilfesuchenden entgegen und bringt diese mit ehrenamtlichen Helfern zusammen. Für alle Helfer*innen und Hilfesuchenden hat das Netzwerk Erfassungsbögen vorbereitet, die in den Supermärkten der Stadt ausliegen. Ebenso können die Bögen im Internet unter www.sarstedt.de oder spontan.d-li.de/aktuelles-spontan" heruntergeladen und ausgedruckt werden. Auch alle Kirchengemeinden in Sarstedt unterstützen das Projekt und können angesprochen werden.

 

Wer Hilfe sucht oder seine Hilfe anbieten möchte, füllt den Erfassungsbogen aus und schickt diesen per E-Mail an mail@spontan-sarstedt.de, per Post an die Stadt Sarstedt, Steinstraße 22, 31157 Sarstedt oder wirft ihn in eine der Boxen, die in den Supermärkten aufgestellt werden. Die Mitarbeiter von Spontan koordinieren alle Eingänge und setzen sich telefonisch mit den Hilfesuchenden beziehungsweise den Helfern in Verbindung. Unter der Telefon-Nummer 0172-6 90 36 55 wurde eine Hotline eingerichtet, unter der das Netzwerk telefonisch erreichbar ist.

 

Erste Ehrenamtliche gibt es bereits. Allen voran Arnold Miller, der seine Hilfe angeboten hat und ehrenamtlich das Netzwerk in organisatorischen Dingen unterstützt. "Wir gehen gemeinsam durch die Zeit. Niemand ist allein," sagt er.

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