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Hemmingen
Mittwoch, 29.07.20 - 10:35 Uhr

Pflegearbeiten wegen Trockenheitsschäden im Schulwald

ARNUM. 

Zwischen dem 31. Juli und 14. August finden im Schulwald der Wäldchenschule Arnum Baumpflegearbeiten statt. In diesem Zeitraum kann es zu kurzfristigen Sperrungen und Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer kommen.

 

Die trockenen Sommer von 2018 und 2019 führten insbesondere an den Eichen, Eschen und Hainbuchen des Schulwalds zu Schäden. Dazu zählen Totholzbildung, das Absterben ganzer Bäume/Baumkronen und Saftabrisse. Bereits seit dem 21. Juli ist der Schulwald aufgrund erhöhter Astbruchgefahr gesperrt. Die Sperrung ist ausgeschildert. Die Schilder sind an den Wegen sowie am Waldrand angebracht.

 

Ab dem 31. Juli übernimmt eine Fachfirma in Auftrage der Stadt die Baumpflegearbeiten entlang der Wege und der Außenkante des Walds mithilfe eines Hubsteigers. Der Großteil der Maßnahmen wird durch Rückschnitte erledigt. Einige wenige, teils komplett abgestorbene Bäume werden gefällt. Da der Schulwald in seiner Funktion erhalten bleiben soll, plant die Stadt Hemmingen im Winter 2020/21 auf der Freifläche westlich des Schulwalds zehn Neupflanzungen. Zusätzlich wird ein Konzept zur Walderneuerung zwischen der Stadt Hemmingen und der zuständigen Bezirksförsterin abgestimmt.

 

Durch die Nähe des Walds zur Grundschule Arnum und seine Nutzung zur Naherholung gilt ein erhöhter Anspruch an die Verkehrssicherheit. Die Wege durch den Schulwald sind für die innerstädtischen Wegeverbindungen erforderlich. Die Stadt Hemmingen nutzt daher die Ferienzeiten, in denen die Wege weniger stark genutzt werden, für die fälligen Pflegearbeiten. Zuletzt waren im Schulwald der Wäldchenschule nach einem Sturm 2018 Pflegearbeiten in größerem Umfang notwendig. 

 

Bei einem Saftabriss brechen voll belaubte Äste ohne erkennbaren Grund vom Baum ab. Die Ursache von Saftabrissen ist in der Regel eine (auch kurzzeitige) Unterversorgung mit Wasser, der Abriss ist ein Folgeschaden der Unterversorgung und tritt zeitlich verzögert auf.

 

Dem Baumkataster der Stadt Hemmingen kommt bei der Planung vom Baumpflegearbeiten eine wesentliche Funktion zu. Hier ist der verkehrsrelevante Baumbestand der öffentlichen Flächen Hemmingens verzeichnet. Etwa 10 000 Bäume sind es insgesamt, an verkehrsrelevanten Stellen stehen davon etwa 3400 Bäume. Die im Kataster verzeichneten Bäume werden zweimal jährlich kontrolliert: einmal im belaubten und einmal in unbelaubtem Zustand. Bei Bedarf werden die Kontrollen bei einzelnen Bäumen verstärkt, bis deutlich ist, ob sich der Baum oder seine Bestandteile zu Gefahrenquellen entwickeln.

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