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Sarstedt
Mittwoch, 13.01.21 - 15:43 Uhr

ÖDP: Moorberg-Kreuzung soll Kreisel werden

Erwartungen auf schnellen Umbau sind begrenzt

Für die Moorberg-Kreuzung schlägt die ÖDP den Kreisverkehr vor.

SARSTEDT. 

Der Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Henry Kucz, sieht in der Zukunft an der B6-Morrberg-Kreuzung in Sarstedt einen Kreisel und keine herkömmliche Kreuzung mit Ampeln. "In vielen unserer Nachbarländer sind außer- und innerörtliche Kreuzungen massiv durch Kreisel ersetzt worden, weil viele Vorteile dafürsprechen," meint Kucz. "Ein bloßes Umbauen der vorhandenen Kreuzung bringt nicht viel."

 

So kommt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. zum Urteil, dass bei einer fachgerechten Ausführung ein insgesamt hohes Maß an Verkehrssicherheit erreicht werden kann, und weist auf die "Unfallforschung kompakt" hin. Die ÖDP fordert einen ebenerdig einspurigen Kreisel. Entlastend könnten zusätzliche äußere Fahrspuren, die automatisch nach rechts abbiegen, angelegt werden. Durch diese Bauform würden zwar Geschwindigkeiten reduziert, dennoch werde der Verkehr insgesamt beschleunigt. Kein Verkehrsteilnehmer müsse mehr minutenlang vor roten Ampeln stehen, oder beschleunige bald schlimmer im letzten Moment sein Fahrzeug.

 

An Fußgänger und Radfahrer hat die ÖDP auch gedacht. "In einer alternativen, separaten Wegführung unter dem Kreisverkehr ist die gefahrlose Querung möglich. Durch breite Richtungsspuren, eine taghelle Beleuchtung wird auch für die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer gesorgt. Gegenüber der bisherigen Situation entfallen jegliche Wartezeiten an Ampeln, die oft zum Nachteil von Fußgängern und Radfahrern geschaltet sind. Damit soll auch die Attraktivität der nahe gelegenen Einkaufsmöglichkeiten insgesamt gefördert werden."

 

Die Erwartungen auf einen schnellen Umbau bremst Kucz aber, denn die B6 wird während der Sanierung der A7 zwischen Hildesheim und Hannover in den nächsten Jahren sehr viel intensiver genutzt werden. "Da droht dann im nördlichen Landkreis ein erhebliches Wirrwarr, wenn die Kreuzung durch eine Baustelle zum weiteren Nadelöhr wird," sagt Kucz. "Nun hat die Verwaltung Gelegenheit, sorgsam und ausgewogen für alle Verkehrsteilnehmer die optimale Lösung zu finden."

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