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Freitag, 29.01.21 - 14:47 Uhr

Die Geschichte der Spielwürfel

REGION. 

Würfelspiele sind in Spielotheken heute nach wie vor sehr beliebt. Dort sind viele Casinospiele vorhanden, die mit Würfeln gespielt werden. Craps ist wohl das bekannteste darunter, das nur mit Spielwürfeln funktioniert. Auch deshalb wird in einer Opens external link in new windowSpielhalle Bonus ohne Einzahlung von den Spielern genutzt. Schließlich gibt es nicht wenige Menschen, die sich für Würfelspiele in Online Casinos begeistern können.

 

Doch nicht nur in Casinos kommen die Spielwürfel zum Einsatz, sondern auch in vielen Haushalten. Man denke nur an Spiele wie Kniffel oder Brettspiele wie Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht. Ohne Würfel geht da wirklich gar nichts. Selbst in der Antike hat man bereits mit diesem Spielzubehör gespielt. Denn die Geschichte der Spielwürfel beginnt schon sehr früh.

 

In der Antike wurde schon fleißig gespielt

Glücksspiel ist wohl generell so alt wie die Menschheit selbst. Opens external link in new windowÜberlieferungen erfolgten bereits aus der Antike. Dabei sahen die ersten Würfel nicht so aus, wie wir sie heute kennen. Denn mit sechs Seiten hat der Spielwürfel nicht angefangen. Vielmehr werden zu den ältesten bekannten Würfeln die zweiseitigen Stabwürfel gezählt. Die wurden von den alten Ägyptern zum Spielen von beispielsweise Senet genutzt und bei Ausgrabungen gefunden. Glücksspiel war also auch unter den Menschen zu Zeiten der Pharaonen populär. Wer weiß, vielleicht haben schon Ramses und Kleopatra eine Leidenschaft für das Spielen gehabt.

 

Als eines der ersten Spielwürfel in der Antike ist auch der vierseitige Stabwürfel bekannt. Die Sumerer nutzten diesen neben Tetraedern und auch neben Hexaedern. Etwa 3000 vor Christus, also wirklich schon sehr lange her, wurde von den Menschen auf dem Gebiet des heutigen Iraks und Pakistans mit diesem sechsseitigen Accessoir gespielt. Das zumindest belegen Funde in der Gegend, die auf diese Zeit datiert werden konnten. Auch die heutigen Spielwürfel sind diesen aus der antiken Epoche sehr ähnlich, denn sie sind kubistisch geformt und haben auf den einzelnen Seiten Augenzahlen. Übrigens sind vor allem im Orient solche Exemplare entdeckt worden.

 

Knöchelchen aus Sprunggelenken waren in der Antike ebenfalls ein sehr beliebtes Spielzubehör, auch wenn wir uns das heute kaum vorstellen können. Doch die Ägypter, die Griechen und auch die Römer haben diese Art der Würfel gerne zum Spielen eingesetzt. Zwar war es zum Beispiel bei den Römern verboten, Glücksspiel außerhalb der Saturnalien zu betreiben, es durfte also nur an hohen Feiertagen gespielt werden, doch es ist heute bekannt, dass sich kaum einer daran hielt und das Glücksspiel generell zu einem Laster der Römer gehörte, vor allem, wenn es um das Spielen mit Geld ging.

 

Übrigens sind auch Würfelspiele aus der antiken Zeit Indiens bekannt. Dort nutzte man jedoch die Nuss des Baumes Vibhidaka als Würfel. Diese Nüsse sind fünfseitig. Vierseitige Prismen wurden in Indien erst später beim Spielen verwendet. In der Antike gab es also viele Würfelarten.

 

Die bekanntesten sind folgende:

 

  • zwei- und vierseitige Stabwürfel
  • Tetraeder
  • Knöchelchen
  • Nüsse
  • vierseitige Prismen
  • sechsseitige und schon kubistische Würfel

Das Mittelalter und die Spielwürfel

Mit der Zeit haben sich in der Antike die sechsseitigen Spielwürfel durchgesetzt. Im Mittelalter waren diese daher auch die bekanntesten ihrer Art. Vierseitige und sogar achtseitige Prismen wurden auch weiterhin gerne genutzt, doch der Würfel mit den sechs Augen, der die Form eines Kubus hat, hat sich schlussendlich sozusagen am meisten verbreitet.

 

Dennoch wurde in der Zeit des Mittelalters mit den Würfeln viel experimentiert und wurden immer wieder neue Arten geschaffen. Die Wikinger beispielsweise nutzen viereckige Würfel aus Pechkohle, Geweihen, Fischbeinen oder Knochen. Diese waren dann mit den Zahlen von eins bis sechs auf ihren Seiten versehen, also prinzipiell fast so wie heutige Würfel. Nur ergaben dort die gegenüberliegenden Seiten nicht immer sieben. Auch in Irland wurden besondere Spielgegenstände mit Symbolen eingesetzt, wie Ausgrabungen belegen.

 

Das Glücksspiel mit den Würfeln hat im Mittelalter sicherlich an Popularität gewonnen, so wie das gesamte Glücksspiel. Im 13. Jahrhundert entstand erstmals in Frankreich ein Gesetz zu Spielhäusern, was schon zeigt, dass Glücksspiele im Mittelalter quasi einen Boom erfahren haben und die Regierungen beziehungsweise Monarchen darauf reagiert haben. Das geschah allerdings nicht ganz ohne Grund: Die Absicht dahinter war mit Sicherheit, den Staat durch die Glücksspiellust der einzelnen Bürger finanziell profitieren zu lassen. Betrügereien ließen aber nicht lange auf sich warten, in Form von gezinkten Spielwürfeln. Das wurde natürlich nicht gerne gesehen.

 

Im Mittelalter galt das Glücksspiel zudem noch als großes Laster und war offiziell eher verpönt. Gerade von der Kirche aus wurde gegen das Glücksspiel vorgegangen. Im Nachhinein muss man wohl sagen, dass es nicht gerade erfolgreich war, denn gespielt wurde natürlich trotzdem, wenn auch offiziell etwas regulierter und mit Verboten sowie Gesetzen.

 

Würfel kamen jedoch im Mittelalter nicht nur zum Spielen auf den Tisch. Eine Art Schikane gegen die Juden, vor allem aus heutiger Sicht, hatte auch etwas mit Würfeln zu tun. Mit dem sogenannten Würfelzoll wurden die Abgaben der jüdischen Bürger festgelegt. Die Höhe des Zolls wurde dabei erwürfelt. Es war also ein Glücksspiel, ob man als jüdischer Bürger viel oder wenig zahlen musste. Übrigens zog sich diese Schikane bis ins 17. Jahrhundert hinein und hatte daher eine sehr lange Zeit Bestand, wenn natürlich auch nicht überall in Europa.

 

Keine Veränderung in der frühen Neuzeit und in der Moderne 

Würfelspiele sind seit der frühen Neuzeit bis heute teilweise so geblieben, wie es sie auch schon in der Antike und im Mittelalter gab. Doch es hat sich auch einiges geändert, wenn es um die Spielwürfel geht. Denn sie stehen heute nicht mehr nur für Glücksspiele, die nur mit Würfeln gespielt werden. So kennen wir heute zahlreiche Gesellschaftsspiele, wie zum Beispiel Backgammon oder Mensch ärgere dich nicht, die ohne diesen kleinen Gegenstand gar nicht spielbar sind. Jeder von uns hat dabei sicherlich das eine oder andere Spiel sogar zu Hause. Meist sind dabei die uns bekannten sechsseitigen Kuben bekannt.

 

Doch gerade im 20. Jahrhundert haben sich auch fünfseitige Würfel für spezielle Spiele wie Dungeons & Dragons eingebürgert und auch bei anderen Tabletop-Spielen kommen spezielle Würfelarten zum Einsatz. Aber egal, welche Würfel zum Spielen eingesetzt werden. Fakt ist, dass sie eine sehr lange Geschichte haben und heute für unsere Spiele auch gar nicht mehr wegzudenken sind.

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