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Mittwoch, 15.12.21 - 16:27 Uhr

Hanf als neuer Gesundheitstrend

REGION. 

Hanf hat in den letzten Jahren viele Schlagzeilen gemacht. War es lange als Rauschmittel gesellschaftlich geächtet, wird es mittlerweile in einem besseren Licht betrachtet. Die Pflanze hat nämlich auch positive Effekte auf die Gesundheit. Hanf kann Schmerzen lindern oder auch bei anhaltender Unruhe beruhigend wirken. Es wird daher immer häufiger auch als Medikament verschrieben. Insbesondere das CBD Öl, welches aus der Pflanze gewonnen werden kann, wird als Arzneimittel verwendet.

 

CBD Öl wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen. Das Extrakt hat aber keine berauschenden Effekte auf Personen, die CBD Öl einnehmen. Es kann daher in Deutschland ohne Rezept gekauft werden. Eingenommen wird es unter anderem gegen Stress und Schlafprobleme. Durchschnittlich enthält CBD Öl ungefähr 0,2 Prozent THC. Das Öl wird häufig in Cremes oder in verschiedenen Extrakten verwendet. Nutzer von CBD Öl können es problemlos in Apotheken kaufen.

 

Die Cannabispflanze, aus der das CBD Öl gewonnen wird, hat verschiedene Wirkstoffe namens Cannabinoide. Dazu gehören THC und CBD. Die Rauschwirkungen, die mit Hanf in Verbindung stehen, werden durch das THC verursacht. THC kann psychoaktiv wirken und führt zu Glücksgefühlen und Euphorie. CBD auf der anderen Seite hat eher eine beruhigende Wirkung. Es wirkt entkrampfend und schmerzstillend. Insgesamt gibt es 70 verschiedene Cannabinoiden in der Marihuana Pflanze. Diese chemischen Verbindungen kommen nicht nur in Pflanzen vor, sondern auch im menschlichen Körper. Dort haben sie eine steuernde Wirkung und können die Funktionen des menschlichen Körpers verstärken und ergänzen. Die Wirkung von CBD auf den menschlichen Körper beginnt erst nach mehreren Tagen.

 

CBD Öl im Alltag

In den USA wird CBD Öl bereits seit einigen Jahren genutzt. Darüber hinaus wurden der Anbau und der Verkauf von Hanf in vielen Teilen des Landes weitestgehend legalisiert. CBD wird seit einiger Zeit auch gezielt von den Anbauern extrahiert. Es wird in erster Linie als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Um CBD Öl herzustellen, muss die Pflanze auf verschiedene Arten behandelt werden. Um CBD zu extrahieren, wird die Pflanze zuerst nach der Ernte getrocknet. Die einzelnen Pflanzenteile werden im Anschluss klein gehäckselt. Viele Firmen nutzen Kohlenwasserstoff, um CBD aus der Hanfpflanze zu extrahieren. Eine andere Möglichkeit ist es, für diesen Prozess Kohlendioxid zu nutzen. In diesem Fall ist aber der technische Aufwand, um mithilfe des Kohlendioxids das CBD zu extrahieren, sehr hoch.

 

In der Medizin werden Schlafstörungen mit dem CBD Öl behandelt. Schlafstörungen können durch den Stress im Alltag bedingt sein. CBD Öl kann dabei helfen, den Nutzer vor dem Schlafengehen zu beruhigen. Den gleichen Effekt kann CBD Öl auch bei Angstgefühlen oder Nervosität auf den Nutzer haben. Eine andere Anwendungsmöglichkeit gibt es bei verschiedenen Krebstherapien. CBD Öl wird hier erfolgreich von Ärzten eingesetzt, um den starken Nebenwirkungen einer Chemotherapie entgegenzuwirken. Zu den klassischen Symptomen einer Chemotherapie gehören Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. CBD Öl mindert diese Symptome und macht die Chemotherapie damit ein wenig erträglicher. Angesichts solcher Vorteile ist es kein Wunder, dass immer mehr Länder in der EU und weltweit den Verkauf von CBD Öl legalisiert haben. Allerdings gelten in den Ländern der EU teils unterschiedliche Regeln. Österreich erlaubt demnach einen THC-Gehalt von bis zu 0,3%. Frankreich auf der anderen Seite verlangt, dass die Produkte 0% THC-Gehalt haben.

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