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Sarstedt
Freitag, 24.12.21 - 08:00 Uhr

"Pandemie ist für uns alle eine enorme Kraftanstrengung"

Weihnachtsgruß von Bürgermeisterin Heike Brennecke

SARSTEDT. 

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

 

wenn die letzten Tage im Jahr anbrechen, ist es an der Zeit, "Altes" Revue passieren zu lassen. Die Gedanken kreisen um all das, was uns das Jahr über begleitet hat. Was hat uns 2021 gebracht, wo stehen wir beim Wechsel in das neue Jahr? Weihnachten 2020 haben sich die meisten von uns bestimmt nicht vorstellen können, dass das Corona-Virus ein Jahr später immer noch das beherrschende Thema ist. Obwohl viele von uns im Laufe des Jahres einmal, zweimal oder auch dreimal geimpft werden konnten, sollen wir weiter Abstand halten und Kontakte reduzieren. "Corona" hat einige von uns mürbe gemacht und sie sehen nicht ein, dass wir uns immer noch - trotz Impfungen - einschränken sollen. Diese Einstellung hilft uns jedoch nicht weiter. Die Pandemie ist für uns alle eine enorme Kraftanstrengung, gemeinsam durch diese Lage zu kommen. Dabei kommt es auf die Verantwortung und den Respekt jedes Einzelnen an. Dabei weiß ich sehr wohl, dass viele unter den Einschränkungen leiden: privat, geschäftlich, beruflich, Ältere und besonders auch die Kleinen und Jugendlichen oder Menschen, die in beengten Verhältnissen leben. Bleiben Sie geduldig! Bei allen Einschränkungen, die notwendig sind. Auch wenn wir Maske tragen müssen, nicht so feiern können, wie wir gerne möchten, oder die ein oder andere Urlaubsreise abgesagt werden musste, die Gesundheit ist für uns alle das wichtigste.

 

Mit großem Respekt schaue ich auf die Leistungen, die das Pflegepersonal tagtäglich erbringt und ich bin mir sicher, dass wir die Einschränkungen annehmen können, um einander beizustehen. Zutiefst wünsche ich mir, dass sich alle, bei denen es aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht unmöglich ist, sich impfen lassen. Unsere Ärzte und die öffentlichen Stellen tun alles dafür, für jeden ein Impfangebot zur Verfügung zu stellen. Nutzen Sie bitte diese Angebote! Im Sommer war ich - nur zwei Tage - in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wissen Sie noch ... die Flutkatastrophe, keine 500 Kilometer von uns entfernt. Dort herrscht immer noch große Not für viele Menschen, die nach wie vor kein neues Zuhause haben, denen von jetzt auf gleich alles genommen wurde. Ich habe noch die Bilder im Kopf als wir in Bad Neuenahr-Ahrweiler inmitten einer unfassbaren Situation standen. Meine Gedanken gehen in diesen Tagen ganz besonders an die Betroffenen, Hilfskräfte und Verantwortlichen dort. Für mich relativiert das Einiges an unserer Situation.

 

Gleichwohl ist Weihnachten für mich ein guter Zeitpunkt, nicht nur um inne zu halten, sondern vor allem auch, um Danke zu sagen. Danke für das Durchhalten und die Konsequenz, die vielen Maßnahmen, die uns mehr oder weniger durch das Jahr begleitet haben, mitzutragen. Danke zu sagen den Menschen in unserer Stadt, die ihre Zeit und Kraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen und auch an den Weihnachtstagen im Einsatz sind oder hierfür bereitstehen. Unserer Feuerwehr, der Polizei, den Hilfsorganisationen und den Mitarbeitenden in den vielen Senioreneinrichtungen in unserer Stadt. Dem ASB, der im Frühjahr unsere großen Impfaktionen durchgeführt hat und jetzt wieder in der Impfstation in der ehemaligen Tierklinik Lippegaus bereitsteht. Auch den Ärzten gilt mein Dank. Und ich bedanke mich bei allen, die sich ehrenamtlich für unsere Stadt und unsere Ortsteile engagieren. Egal, ob im sportlichen, sozialen oder kulturellen Bereich, in den Kirchengemeinden, den Hilfsorganisationen, der GHG Sarstedt e.V., der Interessengemeinschaft Holztorkaufleute oder dem Stadtmarketing Sarstedt e.V.. Ohne ihre großartige Unterstützung, ihr Umdenken und umsichtiges Handeln in dieser besonderen Zeit, wäre vieles nicht möglich! Unsere gemeinsamen #kauflokal-Aktionen sind ein gutes Zeichen für unsere Zusammenarbeit! Und dass wir jetzt in Sarstedt die Lebensmittelausgabe des "Guten Hirten" im sozialen Kaufhaus in der Holztorstraße haben, das ist wirklich ein Segen für diejenigen, die sich die Einkäufe in den Supermärkten nicht leisten können.

 

Mein besonderes Dankeschön geht in diesem Jahr an alle, die sich kommunalpolitisch im Stadtrat und in den Ortsräten engagieren. Nach den Kommunalwahlen haben sich Stadtrat und Ortsräte konstituiert und ich schicke einen herzlichen Gruß an alle, die sich weiterhin und neu in unseren Gremien auf besondere Weise für unsere Stadt engagieren. Bei dieser guten Gelegenheit sage ich auch noch einmal "Danke" für meine Wiederwahl. Ich freue mich sehr darüber und darauf, auch in den nächsten fünf Jahren Bürgermeisterin unserer schönen Stadt sein zu dürfen! Und ich bedanke mich bei meinem "Team Stadt Sarstedt": Ihr seid für die Bürgerschaft da, setzt die Beschlüsse des Stadtrates um und steht mir zur Seite in allen alltäglichen und in besonderen Lagen. Ein Dankeschön geht abschließend an die vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für die Unterstützung. Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger ist die Durchführung von Wahlen, dem wichtigen Fundament unserer Demokratie, kaum möglich.

 

Im Jahr 2021 hat die Entwicklung unserer Stadt große Fortschritte gemacht. Die Gremien und die Verwaltung haben mit allen Kräften daran gearbeitet, damit das Leben, Arbeiten und Wohnen in unserer Stadt gut und lebenswert ist. Familien sind für die Entwicklung und das Wachstum in unserer Stadt die wichtigsten Bausteine. Dass sie bei uns guten Wohnraum finden, das ist Rat und Verwaltung ein besonderes Anliegen. Dafür stehen die Erweiterung des Sonnenkamps, das Neubaugebiet in Heisede, die Bebauung von ungenutzten Flächen in der Kernstadt. Neue Gewerbebetriebe siedeln sich an, die hier ein gutes Umfeld finden. Die große Nachfrage zeigt, dass Sarstedt als attraktiver Lebens- und Arbeitsstandort weiter punktet. Für die Kleinen in unserer Stadt wurden die "Kleeblätter" der Johanniter am Kipphut in Betrieb genommen, drei weitere Kitas sind im Entstehen: Der Waldkindergarten, die Kita in der Oppelner Straße und der Umbau des Gemeindehauses in Hotteln. Damit bieten in Sarstedt demnächst 17 Kindertagesstätten Betreuungsangebote für die Jüngsten, unter vielfältiger Trägerschaft. Zudem wird die Kita St. Hedwig neu gebaut werden und so werden hier auch künftig unter modernen Gegebenheiten, Krippen- und Kindergartenkinder ihren Platz finden. Unser Grundschulneubau in Giebelstieg ist beschlossen und die Planungsphase läuft auf Hochtouren: Dreizügig, barrierefrei, inklusionsgerecht und pädagogisch sowie digital auf dem neuesten Stand, wird sich das neue Gebäude präsentieren. Hier werden wir eine Zeit überbrücken müssen, bis wir im Grundschulbereich wieder top aufgestellt sind und haben auch für die Zwischenzeit gute Lösungen gefunden. Dass wir die Turnhalle in Giebelstieg früh vor dem geplanten Abriss und Neubau schließen mussten, das ist ein herber Rückschlag für die Sportszene in unserer Stadt. Ich hoffe, dass wir auch hier die "Zwischenzeit" gut überbrücken können. Der Neubau unseres Gymnasiums steht auf den Tagesordnungen der Gremien des Landkreises Hildesheim als Schulträger. Unsere Großbaustelle, der Tunnel unter der Bahnstrecke, liegt absolut im Zeitplan und wird aller Voraussicht nach im nächsten Jahr fertiggestellt; das Warten vor der Schranke hat dann endlich ein Ende. Nachdem wir im letzten Jahr die Lindenallee wieder den Verkehrsteilnehmern übergeben konnten, wurde Anfang Dezember - sogar vor dem ursprünglichen Zeitplan - die Triftstraße fertig gestellt. Die Anlieger mussten einige Monate Einschränkungen hinnehmen; in Anbetracht des Ergebnisses hat sich das sicher "gelohnt". Dass die Anlieger für solche Baumaßnahmen nichts zahlen müssen, das ist inzwischen schon kaum noch ein Thema. Bei uns in Sarstedt sind die Straßenausbaubeiträge längst abgeschafft.

 

In Giften hat die Ortsfeuerwehr ihr neues Domizil am Vierpaß bezogen, die neue Drehleiter ist in Dienst genommen worden, ein hauptamtlicher Gerätewart hat seine Arbeit aufgenommen und entlastet die Ehrenamtlichen. Nun steht der Neubau des Feuerwehrhauses Hotteln auf unserer Tagesordnung. In die Sicherheit und in gute Bedingungen für unsere ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte zu investieren, das steht stets oben auf der städtischen "To-Do-Liste". Im Innerstebad haben wir die Corona bedingten Schließzeiten genutzt und das Hallenbad und den Freizeitbereich rundum erneuert. Neben der neuen Spiel- und Kletterlandschaft für die Kinder wurden auch die Whirlpools erneuert und die Rutsche hat eine Wärmedämmung im Außenbereich sowie Lichteffekte von innen bekommen. Ich hoffe sehr darauf, dass bald wieder mehr Gäste zugelassen werden können und dass wir einen schönen Sommer 2022 bekommen, damit Jung und Alt sich in der Einrichtung für Spaß, Gesundheit, Sport und Freizeit tummeln dürfen.

 

Im September haben wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Radverkehrskonzept in Sarstedt diskutiert. Dabei soll erstmalig auch ein Fußverkehrskonzept erstellt werden. Leider mussten wir auch in diesem Jahr auf viele unserer schönen Veranstaltungen von sportlich bis kulturell verzichten. Wir freuen uns auf das neue Jahr, wenn viele Veranstaltungen hoffentlich wieder möglich sein werden.

 

In diesem Sinne, verbringen Sie schöne Tage im Kreis ihrer Familien, wenn auch nur im kleinen Kreis und bleiben Sie in Verbindung mit den Menschen, mit denen Sie die Weihnachtstage nicht verbringen können. Und ich bitte ganz besonders darum, dass wir gegenseitigen Respekt wahren. In unserem Verhalten und in unseren Worten - gesprochen oder geschrieben. Jede/r trägt Verantwortung für sich selbst und auch für die Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nur wenn wir keine Grenzen überschreiten, wird auch in Zukunft ein friedliches Miteinander möglich sein. Ich wünsche Ihnen allen, auch im Namen des Stadtrates und der Verwaltung, eine schöne Weihnachtszeit, alles Gute und vor allem viel Gesundheit im neuen Jahr. Passen Sie gut auf sich und Ihre Lieben auf.

 

Ihre Heike Brennecke

Bürgermeisterin

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