Das ist ein Hammer: Der SV Eintracht Hiddestorf trennt sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Heiko Schöndube. Die Trennung kommt unerwartet, vor allem für den Trainer.. Überrascht, erstaunt, enttäuscht, fassungslos – mit diesen Worten beschreibt Schöndube seine Gefühlswelt nach dem Rauswurf. Am Donnerstagabend wurde er von Teammanager Kevin Leineweber und dem ersten Vorsitzenden Dennis Hippke darüber informiert, dass der Verein nicht mehr mit ihm plane – und zwar ab sofort.
Schöndube wurden drei Gründe genannt, warum der Verein ihm nach zweieinhalb Jahren das Vertrauen entzieht: "Die Gründe waren zum einen die schwankenden Leistungen der Mannschaft. Zudem sei ich bei den Spielen zu wenig emotional an der Seitenlinie. Fachlich hat mir der Verein aber einwandfreie Arbeit bescheinigt. Ich kann das alles nicht verstehen. Sportlich waren wir auf einem guten Weg und stehen auch in der Tabelle viel besser da als in den beiden Spielzeiten davor. Für mich gibt es keinen Grund, die Zusammenarbeit zu beenden. Nach 20 Jahren im Verein ist die Art und Weise eine große Enttäuschung."
Teammanager Kevin Leineweber nannte vor allem die fehlende Konstanz und die fehlende Weiterentwicklung der Mannschaft als Gründe für die Trennung. "In Hiddestorf herrschen seit zehn Jahren die gleichen Voraussetzungen. Es ist nicht unser Anspruch, jedes Jahr gegen den Abstieg in der Kreisliga zu spielen. Wir hatten nicht das Gefühlt, dass es mit der Mannschaft aufwärts geht. Deshalb haben wir im Vorstand die Entscheidung getroffen und sie fairerweise auch sofort dem Trainer mitgeteilt", sagte Leineweber auf Anfrage heute. Um die Schöndube-Nachfolge soll sich nun in der Winterpause gekümmert werden. "Es gibt bisher keinen Plan B. Wir werden jetzt im Vorstand beraten und sehen, was in der Trainerfrage passiert", sagte Leineweber.
Beim heutigen Nachholspiel beim TSV Groß Munzel übernahm Teammanager Leineweber die sportliche Verantwortung und betreute die Mannschaft. Die Spieler haben die Nachricht von der Trainerentlassung offenbar nicht gut verdaut, denn in Groß Munzel lag die Eintracht nach Toren in der 8., 16., 42. und 44. Minute bereits zur Pause hoffnungslos 0:4 zurück. Alexander Zentner gelang in der 47. Minute das 1:4 aus Hidestorfer Sicht. Danach trafen aber nur noch die Gastgeber in der 53. und 81. Minute zum 1:6-Endstand. "Die Personalentscheidung als Grund für die Niederlage zu nehmen, ist zu einfach. Wir hatten klar mehr Ballbesitz, haben uns aber bei den Gegentoren sehr unglücklich angestellt", sagte Kevin Leineweber.
SV Eintracht Hiddestorf: Partawie, Ewert, Pahlvani, Jäger, Sahakyan (46. Traupe), Barlak, Zentner, Saris, Richter (46. Dönmez), Dammschneider, R. Hassanzada (46. Yüce).















