Fritz Willig: „Ohne die Kapitalgeber stünde der Verein heute nicht dort, wo er steht“
Ehemaliger Präsident von Hannover 96 steht Rede und Antwort
Foto:Reinhard Kroll
Herr Willig, Hanover 96 besteht seit 130 Jahren. Wie sehen Sie den Verein heute?
Fritz Willig: Hannover 96 ist ein großartiger Verein mit einer sehr sehenswerten fußballerischen Vergangenheit. Die Fans haben zum Geburtstag eine sehr gute Choreographie geliefert. Aber vermisst habe ich die besondere Dankbarkeit gegenüber den Kapitalgebern Martin Kind, Dirk Rossmann, Gregor Baum und allen weiteren Sponsoren. Ohne sie wäre Hannover 96 heute nicht da, wo es steht. Deshalb an dieser Stelle mein Dank für die Über- und Lebenshilfe. Sie haben für das Hannover 96 von heute viel getan.
Das Zweitligaspiel gegen den SC Paderborn 07 endete unentschieden. Wie beurteilen Sie dieses Ergebnis?
Fritz Willig: Es war ein Spitzenspiel mit zwei gleichwertigen Mannschaften. Für mich hat Hannover 96 aber zwei Punkte liegen lassen. Der Gegner war allerdings in Nuancen physisch das bessere Team. 96 zeigte zu wenig Torgefährlichkeit. Gefreut hat mich aber die Information, dass Hannover 96 den an Alemannia Aachen ausgeliehenen Stürmer Lars Gindorf zur nächsten Saison wieder verpflichtet hat.
Sonnabend hat Hannover 96 beim Karlsruher SC anzutreten. Was erwarten Sie von diesem Spiel?
Fritz Willig: Der KSC stellt ein starkes Team, trotzdem muss Hannover 96 dort gewinnen. Die 96er waren zwar bisher von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter benachteiligt, aber nun geht es darum, aufgrund der guten Spielqualität und mit großem Kampfgeist sowie mit Hilfe der großartigen Fans jedes der restlichen vier Spiele zu gewinnen. Ich wünsche Hannover 96 in Karlsruhe den Sieg. Der KSC hat zwar zuletzt in Elversberg 0:3 verloren, dort seine Fähigkeiten nicht abgerufen. Vielleicht liegt das daran, dass beim KSC zurzeit Unruhe herrscht, weil Trainer Christian Eichner zum Saisonende gehen muss. Hannover 96 muss jedoch wissen, dass in der 2. Liga jeder jeden schlagen kann. Wenn 96 aufsteigen will, müssen sie in ihren verbleibenden vier Spielen jeden besiegen. Dafür drücke ich die Daumen.
Herr Willig, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.
