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Fußball: SC Hemmingen-Westerfeld II steigt nach dramatischer Aufholjagd in die Bezirksliga auf
Bezirksliga-Relegation: Gegen den 1. FC Egestorf/Langreder II wird 4:3 gewonnen
Foto:Reinhard Kroll
Foto:Reinhard Kroll
Die Kreisliga-Mannschaft des SC Hemmingen-Westerfeld wird in der Saison 2026/2027 in der Bezirksliga am Ball sein. Im entscheidenden Relegationsspiel gegen den Bezirksligisten 1. FC Egestorf/Langreder II, der mit der kompletten U19 der JFV Calenberger Land antrat, setzten sich die Gastgeber gestern an der Hohen Bünte vor etwa 200 Zuschauern 4:3 (0:2) durch.
Dabei bewiesen die SCer eine bemerkenswerte Moral: Sie glichen zunächst den 0:2-Rückstand aus, gerieten später erneut 2:3 ins Hintertreffen, und drehten die Partie in einer dramatischen Schlussphase noch zu ihren Gunsten. Als Schiedsrichter Ilja Chomjakov die Begegnung abpfiff, kannte der Jubel auf Seiten der Gastgeber keine Grenzen mehr.
Die Partie begann allerdings denkbar schlecht für den SC Hemmingen-Westerfeld II: Bereits nach zwei Minuten erzielten die Gäste mit einem nicht unhaltbar scheinenden Distanzschuss die 1:0-Führung. Als Deniz Berk in der 23. Minute die große Möglichkeit zum Ausgleich vergab, schlugen die spielstarken Nachwuchskicker aus Egestorf und Langreder nur eine Minute später erneut zu, und erhöhten auf 2:0 (24.). Für viele Beobachter schien die Entscheidung damit bereits gefallen. Der SC würde Kreisligist bleiben. Doch in der Halbzeitpause fand Trainer Benny Weisschuh die richtigen Worte. „Ihr müsst an euch glauben“, gab er seiner Mannschaft mit auf den Weg. Und seine Ansprache zeigte Wirkung. Nach dem Foul an Leon Brauer verwandelte Fabian Pagel den fälligen Strafstoß zum 1:2. Die Aufholjagd war eröffnet. In der 65. Minute gelang Deniz Berk schließlich der verdiente Ausgleich zum 2:2.
Die Hoffnung auf die Wende lebte, erhielt jedoch einen erneuten Dämpfer, als die Gäste in der 72. Minute zum 2:3 trafen. Doch die Hemminger gaben sich nicht geschlagen. Während die zuvor so souverän wirkenden spielstarken Gäste kaum noch Gegenwehr leisteten, warfen die Gastgeber alles nach vorn. Vincent Brockmann erzielte in der 84. Minute das 3:3, ehe Paul Stiller nur drei Minuten später mit dem 4:3 für die endgültige Entscheidung sorgte. In der Schlussminute sah ein Gästespieler zudem noch die Rote Karte. Danach war das denkwürdige Spektakel zugunsten des Außenseiters perfekt. „Unser Wille war stärker als die Spielstärke des Gegners“, lautendes Fazit von Benny Weisschuh.
Bereits vor dem Anpfiff war es emotional geworden. Trainer Benny Weisschuh wurde von Spartenchef Sven Othersen sowie Nils Engelhardt aus dem Abteilungsvorstand offiziell verabschiedet. Wie bereits berichtet, beendet Weisschuh nach neun Jahren seine Trainertätigkeit aus privaten Gründen.
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