Fußball-Kreisliga: Der 23. Spieltag
TSV Pattensen II stolpert beim BSV Gleidingen - 2:3 verloren
Foto:Reinhard Kroll
Das war nur eine reine Formsache: Tabellenführer SV Germania Grasdorf setze sich im heimischen Sportpark an der Ohestraße 4:0 (3:0) gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht SG Kirchwehren/Lathwehren durch, gab sich damit keine Blöße. Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Jens Bachmann lagen die Germanen durch die Treffer von Tim Eckardt (24.), Jan Voßmeyer (26.) und Harmund Paetzmann (36.) 3:0 vorn, im zweiten Durchgang gelang nur noch Leutrim Ferizi das Tor zum 4:0 (58.). Wer während der Halbzeitpause gemutmaßt hat, die Germanen würden den Gegner jetzt abschießen, der wurde enttäuscht. René Türk, Trainer der Germania, war von den ersten 45 Spielminuten begeistert, von den zweiten dagegen enttäuscht. „Da wurde zu gierig agiert, und zu viele Torchancen liegen gelassen“, lautete seine Kritik. Der Gegner habe allerdings auch leidenschaftlich verteidigt.
SV Germania Grasdorf: Mutsch, Paetzmann (79. Sölter), Exeler, Eckardt (76. Krüger), Voßmeyer, Ferizi, Hinz (79. Yar), Wengrzik (66. Kilic), Jorasch (76. Lohr), Zvezda, Schmidt.
Pflichtaufgabe erfüllt: Der Tabellenzweite SC Hemmingen-Westerfeld II setzte sich ungefährdet gegen den TSV Wennigsen 3:0 (1:0) durch, hatte lediglich in der ersten Halbzeit einige Probleme, aber nach dem Seitenwechsel lief es. „Zunächst machte sich noch eine gewisse Nervosität aufgrund der 1:2-Niederlage Donnerstag bei SV Weetzen bemerkbar., aber später lief es“, sagt SC-Trainer Benny Weisschuh. Das 1:0 (26.) resultierte aus einem haltbaren Weitschuss von Vincent Brockmann, die zwei weiteren Treffer erzielten die eingewechselten Fabian Klein (71.) und Giuliano Pisani (85.). „Unsere Joker haben heute gestochen“, freute sich Benny Weissschuh. Der TSV Wennigsen war während der gesamten 90 Spielminuten an eigenen Treffern weniger interessiert, nur darauf bedacht, die Niederlage in erträglichen Grenzen zu halten, beschränkte sich auf gelegentliche Konter.
SC Hemmingen-Westerfeld II: Brünger, Henkel, Stade, Pagel, Krüger (75. Pisani), Mertens (46. Klein), Berk (83. Simons), T. Brauer, Brinschwitz (83. Bösche), L. Brauer (75. Brandes), Brockmann.
Wenn das keine faustdicke Überraschung ist: Der Tabellendritte TSV Pattensen II unterlag beim BSV Gleidingen trotz seiner 2:0-Führung 2:3 (1:0). Die Gastgeber beenden damit ihre kleine Negativserie von drei Niederlagen am Stück, die TSVer dagegen dürften ihre Aufstiegshoffnungen auch beenden. Der Rückstand auf die zwei führenden Mannschaften SV Germania Grasdorf und SC Hemmingen-Westerfeld II beträgt jetzt jeweils zehn Punkte, dazu kommt das weitaus schlechtere Torverhältnis. Die 1:0-Pausenführung der TSVer durch Dmytor Porodzinskyie (45.) ließ zunächst die Annahme zu, dass es zu einem Auswärtssieg reichen könnte. Die wurde untermauert, als nach 71 Spielminuten das 0:2 durch Luis Kropp fiel. Doch in der Schlussphase drehten die BSVer das Spiel, Kirill Weber (83. und 87.) sowie Junior Suhle (90.) sorgten für dieses Ergebnis. „Wir haben uns nie aufgegeben“, unterstreicht BSV-Trainer Ronny Herzog die innere Einstellung der BSVer. „Der TSV stellte zwar die bessere Mannschaft, aber wir wollten mehr – nämlich gewinnen.“ Gäste-Trainer Christof Rosenbaum war ob der Niederlage in Schockstarre: „Ich kann nicht erklären, warum wir nach dem 1:2 komplett das Fußballspielen einstellen. Da lief gar nichts mehr zusammen. Letztlich haben wir nicht die Reife gehabt und haben uns am Ende selbst geschlagen. Wenn es am Ende nicht für einen der beiden vorderen Plätze reicht, dann zählt das Spiel heute zu den Gründen.“
BSV Gleidingen: Mazarin, Masrour, Qasim, Igunma (70. Lübke), E. Herzog, Nutile, L. Weber, Ameen, K. Weber, Torres (83. R. Herzog), Wildner.
TSV Pattensen II: Desenberg, Maetje, Ebers, Görgen, Kurzweil, Grupe (26. Büchner, 63. Geisel), Kropp, Schünemann, Bock, Öztürk, Porodzinskyi.
Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft hat es für den Koldinger SV heute nur zum 1:1 gegen den Mühlenberger SV gereicht. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment aussprechen. Sie hat Moral bewiesen und sehr viel Charakter gezeigt“, sagte KSV-Trainer Petros Pappas. Nur acht Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft standen zur Verfügung. Co-Trainer Asad Ali und zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft waren nötig, um elf Spieler auf den Platz zu bringen. Und die Elf machte es über weite Strecken gut. Noah Brünger traf in der 50. Minute zur 1:0-Führung. Unglücklich war das 1:1 in der Schlussminute per Eigentor von Raul Weber. „Es fühlt sich wie eine Niederlage an, auch wenn wir heute den Umständen entsprechend ein gutes Spiel gemacht haben“, sagte Pappas.
Koldinger SV: Partawie, Pischel, Hullin (88. Klinger), Bauer, Tragoutsis (87. Sontag), Weber, Lucic, Brünger, Seidel, Soczowka, Ali.
Dank eines starken Torhüters Maximilian Lieseberg und einer effektiven Verwertung von Standardsituationen hat die SpVg. Laatzen heute die TuS Wettbergen 3:0 (0:0) geschlagen. All drei Treffer gingen aus ruhenden Bällen hervor. Zunächst traf Yannick Kahl in der 61. Minute per Kopf nach einem Freistoß. Das 2:0 geht auf das Konto von Benjamin Prosenbauer nach einem Eckball in der 72. Minute und beim 3:0 verwandelte Prosenbauer einen Freistoß in der 78. Minute direkt. „Das war ein verdienter Sieg. Schon in der ersten Halbzeit waren wir überlegen, haben aber unsere Chancen nicht verwertet. Das hat dann in der zweiten Hälfte besser geklappt. Wir haben Charakter gezeigt nach der Derby-Niederlage vom vergangenen Wochenende“, sagte Piet Seemann, der heute für den rotgesperrten René Jopek für die Mannschaft verantwortlich war.
SpVg. Laatzen: Lieseberg, Mock, Kahl, Lehmann (75. Ussatschij), Sa. Sawatzki (65. Hoppe), Lange, Mäurer, Schliep (60. Prosenbauer), Meister (82. Schröder), D’onofrio, Se. Sawatzki (83. Sello).
2:2 (0:1) gegen den oberen Tabellennachbarn SV Ihme-Roloven II – die SpVg. Hüpede/Oerie hat den angestrebten Heimsieg nicht geschafft. Das 0:1 (44.) fiel unter großer Mithilfe der Gastgeber, das 1:1 (70.) resultierte aus einem Eigentor der Gäste, das 2:1 (54.) geht auf das Konto von Robin Beichert. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff gelang dem SV Ihme-Roloven II nach einem Eckball das 2:2. Willi Bergmann, Trainer der SpVg. Hüpede/Oerie, beklagte einmal mehr die vielen ausgelassenen Tormöglichkeiten. „Der gegnerische Torwart musste aber nichts halten, wir haben selbst aus besten Positionen das Tor nicht getroffen“, gab sich der Trainer fassungslos. „Leider haben wir uns wieder für den betriebenen Aufwand nicht belohnt.“
SpVg. Hüpede/Oerie: Aust, Wegel, Hargens, Kimpioka, L. Brügmann, Eicke (75. Meyer), M. Brügmann, Hilliger (61. Langner), Cammert, Bergmann (80. Dohnke), Müller (61. Reichert).


















