Fritz Willig erhält Ehrenbürgerwürde der Stadt Laatzen
Bürgermeister übergibt während der Ratssitzung die Urkunde
Der Volksmund sagt: Ehre, wem Ehre gebührt, und diese gebührende Ehre ist am gestrigen Donnerstag im Rahmen der Sitzung des Laatzener Stadtrates im Forum der Albert-Einstein-Schule Fritz Willig zuteil geworden. Damit ist der Ratsbeschluss, die Ehrenbürgerschaft der Stadt Laatzen für Fritz Willig, umgesetzt. Bürgermeister Kai Eggert überreichte ihm die Ehrenbürgerurkunde. Diesen Rahmen hatte sich Willig selbst gewünscht. In Begleitung seiner Ehefrau Petra Willig, Martin Kind, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Hannover 96 und Willig-Vertrauter, sowie einer Reihe von Willigs Wegbegleitern waren bei dieser Feierlichkeit im Saal. Mit der Ehrenbürgerwürde würdigt die Stadt Laatzen Menschen, die sich in herausragender Weise um die Stadt und ihre Gemeinschaft verdient gemacht haben.
Fritz Willig wurde 1941 in Laatzen geboren, und ist seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Seit Ende der 1960er Jahre war Willig als Rechtsanwalt tätig und als Strafverteidiger machte er sich auch überregional einen Namen. Über Laatzen hinaus bekannt wurde Willig auch durch sein Engagement im Sport. Von 1991 bis 1993 war er ehrenamtlicher Präsident von Hannover 96. Neben seiner juristischen Laufbahn ist Willig auch als Autor aktiv. Sein Werk umfasst unter anderem autobiografische Texte, Kriminalromane, Kinderbücher und Veröffentlichungen zum Profifußball. Für sein Wirken wurde er bereits 2002 mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
„Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements liegt seit vielen Jahren in der Förderung von Vereinen, Initiativen und Menschen, die Unterstützung benötigen“, sagte Kai Eggert unter anderem in seiner Laudatio. „Mit dem Freundes- und Initiativkreis „Willig & Freunde“ unterstützt er Projekte in den Bereichen Kultur, Sport und Vereinsleben sowie insbesondere hilfsbedürftige Kinder und Menschen in Not.“ In seiner Laudatio würdigte Eggert das langjährige soziale und gesellschaftliche Engagement Willigs für Laatzen. An Fritz Willig gewandt, erklärte Eggert: „Heute verleihen wir Dir die Ehrenbürgerwürde, eine Auszeichnung, die nicht nur Lebensleistung würdigt, sondern auch Haltung, Herz und Menschlichkeit.“ Laatzens Bürgermeister betonte weiter, bei Fritz Willig gehe es nicht um Titel oder Orden, sondern um einen Menschen, der nie vergessen habe, dass ein gutes Leben vor allem eines sein müsse: menschlich. Anschließend verlas Eggert die Urkunde.
In seiner Dankesrede betonte Fritz Willig: „Für mich ist in meinem Leben eines wichtig: Mensch zu sein und für Menschen da zu sein. Und mir ist wichtig, sich nicht beim Staat zu bedienen, sondern ihm zu dienen.“ Zugleich machte Willig deutlich, dass sein Handeln stets sozial, pragmatisch und demokratisch geprägt sei. „Wir dürfen nicht den Kuchen aufessen, den wir uns aufgebaut haben, sonst ist nichts mehr da“, sagte er. Mit „Willig & Freunde“ sammelt Fritz Willig seit etwa 20 Jahren Geldspenden, die Vereinen, Initiativen und Projekten unter anderem in Laatzen zugutekommen. Zuletzt profitierten unter anderem die Stadtjugendfeuerwehr, die Kinderfeuerwehren. der Förderverein des Klinikums Agnes Karl sowie der Fußballförderverein Laatzen und der Schützenverein Laatzen. Nach Willigs Worten wusste Ratsherr Ernesto Nebot (SPD) noch einiges über den neuen Ehrenbürger zu sagen, das deckte sich im Wesentlichen mit Eggerts Rede. Überdies gaben der Bürgermeister sowie Nebot Geschenke an den Geehrten.








