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Sarstedt
Freitag, 16.03.18 - 16:34 Uhr

Rotmilan-Erfassung im Landkreis Hildesheim

Aktion des Ornithologischen Vereins

In den Jahren 2013 bis 2015 führte der Ornithologischen Verein Hildesheim (OVH) eine kreisweite Erfassung der Rotmilanreviere durch. Das Projekt wird weitergeführt. In den zurückliegenden Jahren gab es eine starke Beteiligung der Öffentlichkeit.

SARSTEDT. 

Es gab hunderte telefonische und E-Mail Meldungen. In dieser Zeit haben mehrere 100 Ornithologen und Vogelfreunde an dem Projekt mitgewirkt. In den Jahren 2013 bis 2015 würden über 60 von Paaren besetzten erfasst. Weitere 40 bis 45 Reviere wurden von einzelnen Rotmilanen als Nahrungsreviere genutzt. Das Ergebnis war deutlich besser als von den OVH-Ornithologen erwartet.

 

In den Jahren danach gab es einen Dämpfer: Der Bruterfolg der Paare mit Jungvögeln ist in den vergangenen zwei Jahren äußert schlecht ausgefallen. Im Mai 2017 gab es schon den erstem Starkregen mit Überschwemmungen im Südkreis, vor allem in den Gemeinden Holle und Bockenem. Danach kam im Juni schon der Sommermonsun. Nach einem sehr starke Mäusejahr 2015 waren Mausezahlen der Jahre 2016 und 2017 sehr niedrig. Die Feldmäuse gehören zur Hauptnahrung der Milane, Mäusebussarde, Turmfalken, Schleiereulen und anderen Arten. Wenn die Mäuse ausfallen, fressen Milane und Mäusebussarde Regenwürmer. Wenn diese auch noch ausfallen, haben die Milane keine Chance eine Brut hochzuziehen.

 

Die Brutpaare haben weniger als 0,9 Jungvögel je Paare gehabt. Die Anzahl der besetzten Reviere ist wahrscheinlich wie in ganzen Land Niedersachsen weiterhin rückläufig. Die Brutergebnisse reichen überhaupt nicht, um den Rotmilan-Bestand zu halten. Die Ornithologen wollen die derzeitige Situation kontrollieren. Dafür brauchen sie eine möglichst lückenlose Abdeckung des gesamten Landkreises. Schwerpunkte der Verbreitung des Rotmilans im Landkreis sind der Ambergau, Nette/Innerstetal, das gesamte Leinetal, das Gebiet zwischen Gronau und Sibbesse, der Külf, Duinger Wald, Lamspringe-Freden sowie der Übergang Bergland-Börde. Hinzu kommen über den ganzen Landkreis zerstreute traditionelle Brutstandorte, die seit Jahren von einzelnen Brutpaaren besetzt werden.

 

Lücken im Kenntnisstand gibt es immer noch in den Bereichen Ith-Hils, Vorberge-Helleberg-Heber und Selter.  

 

Es geht bei der Erfassung nicht nur um die Feststellung der Brutreviere und Nistplätze, sondern auch um die Erfassung der Nahrungsreviere aller genannten Milan-Arten. Die Nistplätze werden vertraulich behandelt.  Meldungen per Email sind sehr wertvoll. Diese sollten an milane@ovh-online.de gemeldet werden. Die Rufnummer des OVH:  0 51 21-69 66 529 ist nicht immer besetzt - doch der Anrufer kann aber immer alle Angaben auf Band sprechen. Weitergehende Informationen sind unter den folgenden Links auf der Internetseite zu finden: Opens external link in new windowwww.ovh-online.de

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