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Laatzen
Mittwoch, 27.02.19 - 11:26 Uhr

Laatzener Kids schreiben Hiphop-Song gegen rechts

Gemeinsam mit HipHopper Rafael "Spax" Szulc-Vollmann (Bildmitte) proben die AES-Schüler den Song für die ver.di-Konferenz am 22. März.

Kids der Albert-Einstein-Schule in Laatzen sind gerade dabei, gemeinsam mit dem bekannten HipHopper Rafael "Spax" Szulc-Vollmann einen Song gegen Rechtspopulismus und Rassimus zu schreiben.

LAATZEN. 

Auftraggeber ist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Niedersachsen-Bremen, die aus Anlass des internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März ein Zeichen setzen will. Während einer großen ver.di-Konferenz am 22. März wird der Song uraufgeführt.

 

Schirmherrin ist die stellvertretende Landesleiterin Susanne Kremer, die gestern Künstler und Kids bei der Musik-Session besuchte. "Rechtspopulismus ist weiter auf dem Vormarsch. Hass gegen Minderheiten und Andersdenkende ist inzwischen an der Tagesordnung, gesellschaftliche Diskurse verrohen und rücken nach rechts. Dagegen kämpft ver.di mit allen Mitteln - auch mit Musik", sagte Kremer. In Niedersachsen lasse die AfD ihre Biedermann-Maske inzwischen fallen, hetze ganz offen gegen Lehrer und feinde Flüchtlingsbürgen an.

 

Susanne Kremer freute sich, dass Kids der 5R2 und der 6G3 freiwillig dieses wichtige Projekt unterstützen. "Toll, dass Ihr dabei seid", lobte sie die KGS-Schüler - und überreichte ein kleines Geschenk. Uraufgeführt wird der Song am 22. März auf der ver.di-Landesbezirkskonferenz im Langenhagener Maritim Airport Hotel. 150 Delegierte und viele Gäste werden den Song hören - unter ihnen Ministerpräsident Stephan Weil, Oberbürgermeister Stefan Schostok und DGB-Landeschef Mehrdad Payandeh.

 

Susanne Kremer freut sich schon auf das fertige Produkt - und die musikalische Auflockerung: "Hiphop auf einer ver.di-Konferenz - das gab's auch noch nie!" Für Rapper "Spax" ist die Arbeit mit Kindern auch in diesem Projekt eine spannende Herausforderung: "Kinder werden nicht mit Vorurteilen und Ressentiments geboren, sie werden geprägt von ihrem Umfeld. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den Kindern in diesem Projekt die Komplexität unseres Miteinanders näher zu bringen. Die Fragen: "Was bedeutet rechts?", "Was ist ein Nazi?", "Warum ist in unserer Gesellschaft kein Platz für Diskriminierung und Rassismus?" müssen besprochen werden. Die Kinder sollen lernen, dass Abschottung, Hass und Gewalt keine Lösung für die Probleme sind, vor denen unsere Welt steht. Sie sollen verstehen, dass Rassismus keine Meinung ist."

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