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Hemmingen
Freitag, 15.11.19 - 12:37 Uhr

Ehrung für Einsatz beim Moorbrand in Meppen

Für ihren Einsatz beim Moorbrand bei Meppen im letzten Jahr wurden die beteiligten Kameraden aus Hemmingen am vergangenen Freitag zusammen mit anderen Einsatzkräften aus der Region Hannover geehrt.

HEMMINGEN. 

Den Kameraden wurde ein Coin des Bundesverteidigungsministeriums und eine Urkunde verliehen. Die Ehrung wurde durch die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck und den stellvertretenden Regionsbrandmeister Eberhard Schmidt durchgeführt. Nach der Ehrung gab es ein Abendessen. Zubereitet wurde es durch das Team, das den in Hemmingen stationierten Küchenwagen bedient.

 

Aus der Region Hannover waren insgesamt 350 Einsatzkräfte in Meppen. Die Stadtfeuerwehr Hemmingen stellt dabei den 4. Zug der Regionsbereitschaft III. Der vierte Zug setzt sich aus Kräften und Fahrzeugen der Ortsfeuerwehren Devese, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf/Ohlendorf und Wilkenburg zusammen. Die anderen Züge der dritten Bereitschaft kommen aus Laatzen, Pattensen und Springe.

 

Am Freitagabend, 21. September 2018, wurde der Hemminger Zugführer alarmiert, um einen Zug aufzustellen. Innerhalb von zwei Stunden haben sich 30 Kräfte für einen mehrtägigen Einsatz bereiterklärt. In den frühen Morgenstunden traf der Fahrzeugverbund zusammen mit weiteren Einheiten der Region Hannover in Meppen ein. Bis es am Nachmittag den Einsatzbefehl gab, konnte jeder etwa eine Stunde schlafen.

 

Der Auftrag war die Bekämpfung des Moorbrandes auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 91). Ein Moorbrand brennt auch unterirdisch, wo er nur schwer gelöscht werden kann. Für die Lokalisierung unterirdischer Brände wurden Wärmebildaufnahmen von Tornado-Flugzeugen aus gemacht. Anschließend konnte mit enormen Wassereinsatz bei den entsprechenden Bereichen zielgerichtet gelöscht werden. Während des Einsatzes wurde in den Fahrzeugen in Schichten geruht. An Schlaf war aufgrund der Lautstärke kaum zu denken. Die Pumpen sind kontinuierlich durchgelaufen und mussten dauernd betankt werden.

 

Motivation fanden die Einsatzkräfte durch den immensen Zuspruch der dortigen Bevölkerung. Diese versorgte die Einsatzkräfte mit dem Nötigsten und spendete beispielsweise Kuchen und Hygieneartikel. Am Sonntagabend wurden die Hemminger Kameraden abgelöst und konnten nach diesem anstrengenden Wochenende die Heimreise antreten. Etwa zwei Wochen später meldete die Bundeswehr, dass der Brand gelöscht war.

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