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Sarstedt
Mittwoch, 16.09.20 - 10:25 Uhr

Erkundungstour auf dem Fahrrad

Sarstedter Sozialdemokraten auf Gegenbesuch in Laatzen

Wollen gemeinsam in Sachen Radverkehrspolitik interkommunal etwas bewegen (von links nach rechts): Harald Zietz, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Laatzen; Klaus Bruer (hinten), Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Hildesheim; Heike Brennecke (vorne), Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt (SPD); Silke Rehmert, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Laatzen; Bernd Stuckenberg (SPD), Ortsbürgermeister von Laatzen; Kalle Esser, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Sarstedt und Organisator der Aktion auf Sarstedter Seite; Ernesto Nebot Pomar, Mitglied der Regionsversammlung Hannover und Erster stellvertretener Bürgermeister von Laatzen.

Mehr als zwei Dutzend SPDler, Radsportler und an einem guten Radwegenetz interessierte Bürger machten sich Sonnabend auf zum Gegenbesuch bei der Laatzener SPD, die genau eine Woche zuvor wie berichtet in Sarstedt entsprechend begrüßt worden war. Bei der Tour wurden sowohl örtliche Problempunkte im Radwegenetz als auch Beispiele von neu ausgebauten Radwegen ins Visier genommen.

SARSTEDT. 

Die Fahrt von Sarstedt nach Laatzen führte zunächst durch Heisede, wo der Radweg als gegenläufiger Radweg auf einem viel zu schmalen Gehweg geführt wird (Gehweg/Radfahrer frei). Die ebenfalls schwierigen Radwege in Gleidingen wurden über die Route hinter der Obstplantage umfahren. In der Laatzener Gemarkung angekommen inspizierten die Radler zunächst eine Gefahrenstelle an einer schrägen Gleiskreuzung im Bereich des Kohlensäurewerks in Rethen, die für Radfahrer ein erhebliches Gefahrenpotenzial birgt. Beim folgenden Zwischenstopp am Rethener Bahnhof erläuterte der dortige Ortsbürgermeister Ernesto Nebot Pomar die Pläne für den Hochbahnsteig und zur Erweiterung der Bike-and-ride-Anlagen.

 

Von Rethen nach Laatzen führte die Verbindung dann parallel zur Hildesheimer Straße über teilweise sehr schmale Feldwege und unmittelbar durch das Wohngebiet Am Erdbeerfeld, eine Route, die täglich vielen Schülern der Albert-Einstein-Schule als Radweg dient. Als ein Höhepunkt wurden allgemein die im Laatzener Stadtgebiet, in Höhe der Wülferoder Straße neu markierten, auffällig roten Radfahrstreifen empfunden. Entlang der Hildesheimer Straße führte der Weg nun weiter in den  Park der Sinne, wo alle Sarstedter Radwanderer zu einer ersten Rast und Erfrischung eingeladen waren.

 

Vom Park aus nahmen die Radfahrer aus Sarstedt schließlich über die Kronsbergstraße Kurs in Richtung des Etappenziels, dem Wiesendachhaus. Dabei bot ein kurzer Zwischenstopp an der Kreuzung Hildesheimer Straße/Ecke Eichstraße Laatzens Ortsbürgermeister Bernd Stuckenberg Gelegenheit, die räumliche Situation und die Idee der neuen Pop-up-Radwege, bei denen einer von zum Beispiel zwei Fahrstreifen für Radfahrer markiert wird, zu erläutern. Die Hildesheimer Straße ist von hier an vierspurig ausgebaut. Dieser großzügig bemessene Verkehrsraum ist jedoch überwiegend der Stadtbahn und dem Kfz-Verkehr vorbehalten. Das gleiche gilt für die hinzukommenden Abbiegestreifen und nicht unerheblichen Parkflächen. Radfahrer und Fußgänger werden dagegen auf schmalen Streifen umwegig um die Parkflächen herumgeführt. Gerade neuere Verkehrsuntersuchungen zeigen, dass auch eine Richtungsfahrbahn für Kraftfahrzeuge ausreichend leistungsfähig ist. Aus der ursprünglichen Idee der Pop-up-Radwege wurde inzwischen das Konzept der Velo-Route von Laatzen nach Hannover entwickelt. Bei dessen planerischen Umsetzung ist die Region Hannover auch auf dem Laatzener Abschnitt (die Hildesheimer Straße ist hier eine Regionsstraße) federführend. Laut aktueller Mitteilung des Regionspräsidenten von Anfang September 2020 soll absehbar ein Verkehrsplanungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie inklusive Kostenermittlung für die probeweise Herstellung der genannten interkommunalen Veloroute beauftragt werden, so dass nach der anschließenden Verabredung der Aufteilung der Kosten die Umsetzung des Vorhabens bereits zum April 2021 geprüft werden kann.

 

Die Vorsitzenden des Sarstedter Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (Martin Reinckens, SPD) und der hiesigen SPD-Stadtratsfraktion Dr.Karl-Heinz Esser, gleichsam Organisator der Radverkehrsaktionen auf Sarstedter Seite, sind sich darin einig: "Eine Verlängerung der Veloroute nach Sarstedt wäre ein wesentlicher Fortschritt beim Ausbau des regionsübergreifenden Radwegenetzes."

 

Zum Ausklang der Radtour im Biergarten des Wiesendachhauses mischten sich die Sarstedter und Laatzener Radler in gemütlicher Runde, allerdings ohne dabei das Thema Radverkehr ganz aus den Augen zu verlieren.

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