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Mittwoch, 10.03.21 - 11:15 Uhr

Was sind Markenbotschafter und wer braucht sie?

Das Vertrauen der Kunden gewinnen: Die klassischen Werbestrategien versagen häufig

REGION. 

Social Media ist der Heilige Gral der Werbe- und Marketing-Industrie geworden. Man kann hier genau die zum Produkt oder zur Marke passenden potentiellen Kunden ansprechen, mit ihnen interagieren und sich sogar mit ihnen verbinden. Ideal, um Vertrauen und eine langfristige Kundenbindung aufzubauen.

 

Gleichzeitig ist das Vertrauen in die Ehrlichkeit vieler Unternehmen aktuell auf einem historischen Tiefpunkt. Denken Sie alleine an die vielen Elektrogeräte, die teils fast auf den Tag genau nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen, oder die vielen skrupellosen und dreisten Skandale der letzten Zeit, wie Wirecard oder der Abgasskandal der deutschen Autoindustrie.

 

Transparentes Marketing nimmt den Kunden ernst

Dementsprechend sind die Unternehmen händeringend auf der Suche nach Möglichkeiten, Marketing zu betreiben, das von den Kunden als vertrauenswürdig empfunden wird.

 

Wie so oft lohnt sich bei Marketingfragen ein Blick auf die Online-Casino-Industrie. Denn hier findet man meist die innovativsten und besten Kampagnen. Vertrauen gewinnt man, indem man ehrlich ist, das heißt, eigene Schwächen nicht zu verstecken, sondern sie zu benennen. Das führt dazu, dass der Kunde sich ernst genommen fühlt und gut aufgehoben. Eine Möglichkeit, ein Unternehmen „ungeschminkt“ zu präsentieren, sind Reviews. Hier analysiert man das Unternehmen/Produkt mit all seinen Vor- und Nachteilen. So kann der Kunde nach seinen Präferenzen selbst entscheiden, ob das Angebot das Richtige für ihn ist. Wenn man nur die Vorteile eines Produkts erwähnt, kann er das nicht. Damit Sie mal einen konkreten Eindruck einer gut gemachten Review bekommen, können Sie sich hier mit der Opens external link in new windowVulkan Vegas Review vertraut machen. Ein sehr schönes Beispiel für transparentes Marketing.

 

Influencer – Die Könige des Social-Media-Marketings

Influencer sind ein weiteres Beispiel für die Überlegenheit von Marketingstrategien, die den Kunden ernst nehmen. Kein Marketinginstrument hat so starken Einfluss auf das Konsumverhalten der Kunden, wie es Influencer auf die Kaufentscheidung ihrer Follower haben. Die Kunden wissen genau, dass die Influencer dafür bezahlt werden, die Produkte zu bewerben. Doch da sie es transparent machen, also auch die Schwächen eines Produktes erwähnen, werden ihre Empfehlungen als glaubwürdig erachtet – und die Produkte werden gekauft. Es fühlt sich für die Kunden mehr wie die Empfehlung eines Freundes und weniger wie eine Werbebotschaft an.

 

Um diese Vorzüge für ein Unternehmen dauerhaft nutzbar zu machen, benötigt man also Influencer oder Botschafter, die regelmäßig für das Unternehmen werben: Die Geburtsstunde des Markenbotschafters.

 

Für wen ist welcher Markenbotschafter der Richtige?

Allerdings stellt sich natürlich die Frage: Für wen sind Markenbotschafter sinnvoll Die simple Antwort: Für jeden. Die Frage ist nur, welche Strategie ist die Richtige?

 

Für ein Diät-Drink sind Testimonials optimal. Bei einer Rolex hingegen steht das Image im Mittelpunkt. Dementsprechend würde man für den Drink nach Nutzern suchen, die erfolgreich abgenommen haben, oder nach Ernährungs-Coaches. Für die Rolex würde man sich auf Botschafter konzentrieren, denen ein besonders hoher Status zugeschrieben wird.

 

Es geht also darum, die richtigen Personen zu finden. Prinzipiell gibt es drei Arten von Markenbotschaftern:

  • Bezahlte (und prominente) Markenbotschafter.
  • Nicht-bezahlte Markenbotschafter
  • Firmenmitarbeiter als Markenbotschafter

 

Der bezahlte Markenbotschafter

Der bezahlte Markenbotschafter ist quasi immer in gewisser Weise prominent. Das kann ein Sänger, ein Sportler oder ein klassischer „Promi“ sein. Meist sind es jedoch Social-Media-Promis, also Influencer, YouTuber, Blogger, Instagrammer usw. Sie haben oft eine sehr große Reichweite in einem spezifischen Themenfeld und genießen bei ihren Followern und Fans ein sehr hohes Ansehen. Darum ist ihr Einfluss auf das Kaufverhalten ihrer Abonnenten sehr hoch. Außerdem überträgt sich ihr positives Image auf die zu bewerbende Marke. Mit etwas Glück geht sogar mal ein Beitrag eines Influencers viral, was der Marketing-Jackpot ist. Ein engagierter Influencer ist für ein Unternehmen also ein Hauptgewinn. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Markenbotschafter auch wirklich hinter dem Produkt steht. Die Begeisterung muss schon echt sein, sonst spüren das die Kunden.

 

Der unbezahlte Markenbotschafter

Der unbezahlte Markenbotschafter hat zwar (normalerweise) nicht so eine große Reichweite wie die bezahlten, dafür ist die Botschaft aber wesentlich authentischer. Denn was spricht mehr für ein Produkt oder eine Marke, als ein Mensch, der aus reiner Begeisterung für die Marke freiwillig und unbezahlt Werbung macht? Natürlich muss man dazu erst einmal das Glück haben, dass es eine solche Person gibt. Aber, selbst wenn, heißt das ja noch lange nicht, dass Sie von dieser Person jemals erfahren würden. Es ist also sehr empfehlenswert, aktiv auf die Suche nach solchen Fans zu gehen und mit ihnen in Kontakt zu treten. So können Sie diese Personen bestmöglich supporten und eventuell auch gewisse Richtlinien absprechen. Unter „Supporten“ kann fast alles fallen:

 

  • Frühzeitige Insider-News
  • Merchandise-Bekleidung und -Artikel
  • Goodies zum Verschenken an die Follower.
  • Produkte zum Testen, als Leihgabe oder geschenkt  
  • Serviceleistungen, bis hin zu Kundendienstleistungen auf Concierge-Niveau 
  • Treffen/Interviews mit dem CEO oder passenden Spezialisten
  • Tickets (plus Anreise und Unterkunft) zu bestimmten Events Ihrer Marke 
  • Ein Coach/Berater, der hilft, die Reichweite des Social-Media-Accounts zu vergrößern und zu professionalisieren 
  • Unterstützung bei der Aufbereitung des Contents für andere Social-Media-Kanäle

 

Firmenmitarbeiter als Markenbotschafter

Der Firmenmitarbeiter als Markenbotschafter kann sozusagen unter die beiden obigen Kategorien fallen: Wenn er auch in der Arbeitszeit als Markenbotschafter tätig ist, als bezahlter. Wenn er nur in der Freizeit als Markenbotschafter aktiv ist, als unbezahlter. In beiden Fällen sollten Sie Ihre Mitarbeiter bei dieser Tätigkeit bestmöglich unterstützen.

 

Bei Mitarbeitern ist es wichtig, dass Sie gewisse Regelungen treffen. Zwar soll der firmeneigene Botschafter selbstständig agieren, denn sonst wäre er ja eher ein beauftragter Promoter. Aber da es sich um einen Angestellten handelt, steht natürlich alles, was er sagt, automatisch mit Ihrem Unternehmen in Zusammenhang. Wenn er Ihr Markenbotschafter ist, gleichzeitig aber rechtsextreme Postings in seinen Social-Media-Kanälen veröffentlicht, fällt das auch auf Ihr Unternehmen zurück. Außerdem muss klar geregelt sein, welche Firmen-Interna er nicht veröffentlichen darf.

 

Idealerweise gehen Sie noch einen Schritt weiter und erarbeiten gemeinsam eine Strategie beziehungsweise Ziele. Je umfassender Sie fördern, ohne einzuengen (außer da, wo es sein muss), desto erfolgreicher wird er/sie Ihr Unternehmen präsentieren.

 

Fazit

Markenbotschafter sind heutzutage schon fast ein Muss, genauso wie ein guter Social-Media-Auftritt. Selbst Unternehmen mit kleinen Budgets können auf unbezahlte Markenbotschafter oder Markenbotschafter aus dem eigenen Unternehmen zurückgreifen. Begeben Sie sich aktiv auf die Suche und Sie werden mit Sicherheit fündig werden. Viel Erfolg!

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