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Donnerstag, 03.02.22 - 13:50 Uhr

Fußballverein Hannover 96 in der aktuellen Saison 2021/22

REGION. 

Als langjähriges Mitglied des Fußballoberhauses dürften hier die Ansprüche klar formuliert sein: der Wiederaufstieg und sonst nichts. Doch die Realität hat leider so ihre Tücken und demzufolge gelingt es nur sehr wenigen Vereinen nach einem Abstieg schnell wieder aufzusteigen.

 

Hannover 96 gehört leider nicht dazu

Die Überschrift mag manchem Fan etwas zu hart gewählt sein, doch es nützt nichts. Die Qualitäten, die in Liga Nummer 2 gefragt sind, zeigt Hannover 96 leider viel zu selten. Das Ergebnis ist erschreckend, denn statt auf den erhofften Wiederaufstieg schaut man nun in die andere Richtung: Abstiegskampf.

 

Welche Qualitäten sind gefragt?

Eine Frage, die man den Kölnern stellen könnte, der dortige FC schafft es nach einem Abstieg jedes Mal direkt, wieder um den Aufstieg mitzuspielen. Er trägt mittlerweile so manche Spitznamen wie „Fahrstuhlmannschaft“ oder auch „Rekordmeister der zweiten Liga“.

 

Diese Titel mögen zwar fragwürdig sein und das Etikett „Fahrstuhlmannschaft“ ist alles andere als schmeichelhaft, doch es stecken auch Qualitäten drin. Qualitäten, die Hannover 96 dringend braucht, doch dazu später mehr.

 

Zu viele Klischees

Bei der Suche nach den Qualitäten, landen viele Kommentatoren aber auch Verantwortliche im Verein bei den Standardphrasen. Dazu gehört, dass in der 2. Fußballbundesliga mehr Kampf gefordert ist als in der ersten und dass die Mannschaft damit so ihre Probleme habe.

 

Ein weiteres Klischee, dass gerne bemüht wird, ist die Aussage, dass Zweitligamannschaften respektloser seien und es deutlich rauer zugeht. Genau dies sei eben nichts für die filigranen Virtuosen am Ball.

 

Sind die Klischees haltbar?

Die Antwort lautet selbstredend nein. Wenn sie stimmen würden, dann hätte die Mannschaft ja demzufolge leichtes Spiel mit den vermeintlich raubeinigen Kollegen aus dem Unterhaus.

 

Filigrane Technik sollte schließlich ungestüme Raubeinigkeit ausspielen können, jedoch ist dem nicht so. Es wirkte in der Hinrunde bei Hannover 96 eher so, als ob sie Blei in den Beinen und Brei im Kopf hätten.

 

Die Zahlen lügen nicht

Der Blick auf die Zahlen verrät, dass es nicht die Gegner sind, denen man den schwarzen Peter zuspielen kann, sondern es die eigene Nase ist, an die es sich zu packen gilt.

 

Laufleistung, Zweikampfquote, Pässe und Ballbesitz entsprechen dem Durchschnitt der Liga und demzufolge sollte eigentlich ein besserer Platz die logische Konsequenz sein.

 

Es sei jedoch erwähnt, dass der Durchschnitt nicht zum Aufstieg reicht, jedoch genügt der Durchschnitt, um zumindest nicht abzusteigen. Das Problem ist ein anderes.

 

Der gesamte Angriff ist ein Schatten seiner Selbst

Opens external link in new windowHannover 96 gibt rund 10 Prozent weniger Torschüsse ab, als im Ligaschnitt. Was jedoch wirklich niederschmetternd ist, ist die erfolgreiche Abschlussquote. Die anderen Teams erzielen pro Spiel im Schnitt 1,45 Tore, bei Hannover sind es derer lediglich 0,75.

 

Die Zahlen zeigen sich auch bei den Quoten für Opens external link in new windowSportwetten. Hannover 96 gibt bei den Wettanbietern keine gute Figur ab, denn dort zählen nur die Zahlen und wer die Buchmacher fragt, der ist geneigt auf Abstieg zu setzen.

 

Reicht ein neuer Stürmer?

Frisches Blut für den Angriff kann selbstverständlich die gesamte Mannschaft beleben, insbesondere dann, wenn es sich um einen Stürmer mit Rang und Namen handelt. Solch ein Neuzugang kann die ganze Mannschaft beflügeln.

 

Jedoch besteht immer die Gefahr das der gewünschte Effekt schnell wieder verpufft oder gar ganz ausbleibt. Zumal während der laufenden Saison nicht nachgekauft werden kann, braucht es also andere Lösungen.

 

Fazit: Eine aggressive Neuausrichtung ist gefragt

Laut der alten Fußballweisheit, dass der Stürmer alleine keine Spiele gewinnt, sondern immer nur das gesamte Team, braucht es eine neue, eine glaubwürdigere Neuausrichtung. Vor allen Dingen eine deutlich konsequentere Neuausrichtung.

 

Statt eines Stürmers, wäre jemand gefragt, der die Mannschaft wirklich erreicht. Sei es auf oder neben dem Platz, wobei beides natürlich ideal wäre. Die gesamte Ausrichtung sollte viel offensiver, selbstbewusster und aggressiver sein.

 

Sich zu verstecken, abzuwarten und dabei ständig den Ball quer statt nach vorne zu spielen genügt nicht. Solch eine Spielweise führt in Liga 3 aber nicht zurück ins Oberhaus. Wir sprechen nicht von mehr Kampf und harten Einsätzen!

 

Wir wünschen uns stattdessen für die Mannschaft wieder mehr Selbstbewusstsein und mit diesem kommt die spielerische Leichtigkeit zurück. Es ist genau diese Leichtigkeit die Tore schießt und nicht der verbissene Kämpfer oder das scheue Reh.

 

Dieses Selbstbewusstsein gilt es aufzubauen und dann auch auf dem Platz auszustrahlen und zu leben.

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