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Montag, 14.11.22 - 14:36 Uhr

Warum Deutschland ein gutes Land für Kryptowährung ist

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REGION. 

Kryptowährung hat sich in Deutschland von einer Nebenbeschäftigung für abenteuerlustige Anleger zu einer echten Chance für eine grundlegende Transformation der Finanzwelt entwickelt. Kein Wunder, denn mit der Aussicht auf hohe Renditen, der sicheren Blockchain-Technologie und die Chance auf ein transparentes und faires Finanzsystem, überzeugt die Kryptowährung weltweit immer mehr Menschen. In diesem Artikel informieren wir über die Vorteile von Kryptowährung in Deutschland, die Rechtslage sowie die Versteuerung.

 

Vorteile von Kryptowährung in Deutschland

Die Geschichte der Kryptowährung in Deutschland reicht in das Jahr 2019 zurück, als Deutschland zu den ersten Ländern zählte, das eine Blockchain-Strategie aufnahm, um die Vorteile dieser Technologie zu nutzen und die digitale Transformation voranzutreiben. Deutschland sollte ein Zentrum bilden für die Entwicklung von Blockchain, Fintech, Climate Tech und Metaverse Anwendungen.

 

Im Jahr 2021 nutzten 2,6% aller Deutschland Kryptowährung und knapp die Hälfte der Deutschen hatten ein Interesse daran, in Kryptowährung zu investieren. Wie in vielen anderen Ländern hängt die Bereitschaft der Bevölkerung in Kryptowährung zu investieren stark vom Einkommen und Alter ab: Je jünger der Investor und je mehr Vermögen, desto größer ist die Bereitschaft, in Kryptowährung zu investieren. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Webseiten, die darüber informieren, wie man Kryptowährung kaufen kann.

 

Für die Attraktivität von Deutschland als Kryptoland schlechthin sprechen zwei  Argumente: 

 

  1. Es gibt so gut wie keine juristischen Einschränkungen. Darüber hinaus müssen langfristige Kapitalerträge aus Kryptowährung nicht versteuert werden.
  2. Deutschland hat weltweit die zweithöchste Anzahl an Bitcoin und Ethereum Nodes.

 

Seit einigen Jahren arbeiten zahlreiche mittlere und große Unternehmen in Deutschland an der Weiterentwicklung von Metaverse, Web3, Govtech und NFT Anwendungen, damit Kunden leichter mit Kryptowährung Waren und Dienstleistungen bezahlen können. Zu diesen Unternehmen zählen BrainBot, SAP, About You und Volkswagen. Anders formuliert: 2018 war Krypto in Deutschland quasi unbekannt, zwei Jahre später kann man sich für Kryptowährung eine Pizza an die Haustür liefern lassen.

 

Kryptowährung - die Rechtslage in Deutschland

Während Kryptowährung in anderen Ländern noch immer belächelt wird, hat sich Deutschland schon recht früh dem weltweiten Trend angeschlossen. Nach deutschem Recht  handelt es sich bei der Kryptowährung um digital verfügbare Währungen, die weder den Sorten noch den Devisen zugerechnet werden. Der Handel mit Kryptowährung ist in Deutschland legal und im Gegensatz zum Bankensystem ist kein Clearing der Geldbewegungen notwendig.

 

Kryptowährung und Versteuerung

Die steuerliche Rechtslage rund um Kryptowährung ist glücklicherweise recht unkompliziert: Steuerlich gesehen zählt die Kryptowährung zu den sonstigen Wirtschaftsgütern. Verkäufe werden dem Veräußerungsgeschäft zugerechnet. Kurzfristige Gewinne aus diesem Geschäft müssen der Einkommenssteuer unterworfen werden. Details finden sich hier.

 

Im Vergleich zur klassischen Geldanlage, wo die Bank die Kapitalertragssteuer vom Konto Guthaben abzieht, müssen sich Anleger selbst um die Versteuerung kümmern und relevante Gewinne in der Einkommensteuererklärung angeben.

 

Entscheidend für die Versteuerung ist die Spekulationsfrist: Gewinne, die innerhalb von 365 Tagen realisiert werden, müssen normal versteuert werden. Sofern Anleger länger als 365 Tage an ihren Tokens festhalten, müssen sie danach entstehende Gewinne oder Verluste nicht versteuern.

 

Experten empfehlen für Langzeit-Anlagen und Tradingbestände unterschiedliche Depots anzulegen, um alle Steuergesetze einzuhalten und sich gleichzeitig keine Steuervorteile entgehen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird regelmäßig empfohlen, den Zeitpunkt der Anschaffung zu erfassen. Hierbei hat sich die First-in-first-out-Methode bewährt, gerade wenn Kryptowährungen zu mehreren Zeitpunkten erworben oder veräußert werden.

 

Bei steuerpflichtigen Veräußerungen können Anleger eine Freigrenze von 600 Euro nutzen. Hierbei sollten Anleger beachten, dass in dieser Freigrenze auch andere private Veräußerungen gezählt werden. Wenn ein Anleger beispielsweise seinen Privat-PC für 600 Euro verkauft, ist die Freigrenze bereits ausgeschöpft.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Deutschland schon früh dem Krypto Trend gefolgt ist. Die Zahl der Anbieter und Akzeptanzstellen - insbesondere im E-Commerce-Bereich - wächst mit jedem Tag und die Versteuerung eventueller Gewinne ist recht unkompliziert. Damit ist Deutschland ein beliebter Standort, nicht nur für Kunden, die gerne mit Krypto bezahlen, sondern vor allem für Anleger, die langfristig in Kryptowährung investieren und von attraktiven Steuervorteilen profitieren möchten.

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